Leiningerland RHEINPFALZ Plus Artikel Schul-Mittagstisch: Warum vier Caterern gekündigt wurde

Das Mittagessen in der Schule ist teurer geworden.
Das Mittagessen in der Schule ist teurer geworden.

Wie soll der Mittagstisch an den Betreuenden Grundschulen sowie den zwei Ganztagsschulen in der Verbandsgemeinde Leiningerland künftig aussehen? Welche Kriterien müssen die Speisen erfüllen? Mit diesen Fragen werden sich demnächst Leitungen und Elternvertreter bei einem Treffen auseinandersetzen, wie im Schulträgerausschuss angekündigt wurde. Auch steigen die Verpflegungspauschalen.

Die VG hat allen vier Caterern ihrer Grundschulen kündigen müssen, um eine rechtssichere neue Ausschreibung vorzunehmen, erinnerte der Vorsitzende des Gremiums, Carsten Brauer (CDU), bei der Sitzung am Mittwoch. Diese habe europaweit zu erfolgen, weil das Auftragsvolumen in der sehr großen VG bei einer vierjährigen Vertragslaufzeit rund 1,36 Millionen Euro beträgt.

Verpflegungskonzept wird erarbeitet

„Aufgrund der Komplexität des Leistungsverzeichnisses und der Anforderungen an die Mahlzeiten, haben wir uns für die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen Unterstützung von dem externen Dienstleister Lösungenfinden.org geholt“, informierte Brauer. Zunächst sei die individuelle Situation der Essensausgabe an jeder Schule analysiert worden, also ob es zum Beispiel die Möglichkeit gibt, die zubereiteten Gerichte bis zum Verzehr zu kühlen oder ob sie warm gehalten werden können. Anhand der unterschiedlichen Voraussetzungen werden verschiedene Lose für die Ausschreibung gebildet.

„Aktuell wird nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ein Verpflegungskonzept ausgearbeitet“, sagte Brauer. Über diesen Entwurf werden die Schulleitungen und Elternvertreter am 13. November beraten und ihn eventuell noch modifizieren. Im Dezember werden die Räte voraussichtlich darüber befinden. Bei der Auftragsvergabe wird laut Brauer nicht ausschließlich der Preis entscheidend sein. „Die Qualität wird auch eine Rolle spielen“, versicherte er. Anfang Januar 2025 werden die Kinder dann erstmals von den neuen Essenslieferanten versorgt. Andreas Artz (CDU) fragte, weshalb der Catererwechsel mitten im Schuljahr stattfinden wird. Der Ausschussvorsitzende sagte, dass für den Träger auch das Haushaltsjahr relevant sei. Im Übrigen erfolge die Vergabe ja schon vor den Sommerferien 2024, sodass man genug Zeit habe, sich auf die andere Verköstigung einzustellen.

Bis zu 72 Euro pro Monat

Der warme Mittagstisch wird auch nicht zum bisherigen Preis zu bekommen sein. Wie bereits im vergangenen Jahr musste die Verpflegungspauschale wegen der Inflation sowie gestiegener Personal- und Energiekosten zu Beginn des Schuljahres 2023/24 angehoben werden. „Außerdem haben wir den Gesamtbetrag auf elf Monate umgelegt, weil die zwölf Raten bei den Eltern auf Unverständnis gestoßen waren“, sagte Brauer. Schließlich falle der komplette August in die Sommerferien.

Zu zahlen sei nun bei drei Gerichten, die pro Woche eingenommen werden, monatlich 43 Euro (zuvor 36 Euro), bei der Teilnahme an wöchentlich vier Essen 58 Euro (48 Euro) und bei fünf Mahlzeiten 72 Euro (60 Euro).

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