Meinung
Rückkehr des Wolfs: Jedes Tier hat seinen Platz
Bevor der Mensch mit der Landwirtschaft begann, war der Wolf das am weitesten verbreitete Landraubtier der Erde. Da er aber nicht nur Wild, sondern auch Nutzvieh verspeist, ist er gnadenlos verfolgt und schließlich fast ausgerottet worden. Gut, dass in den 70er Jahren ein Umdenken stattfand und er unter Schutz gestellt wurde. Seitdem die Population des Karnivoren wieder wächst, nimmt allerdings auch die Angst zu und es gibt Zeitgenossen, die fragen: „Brauchen wir den Wolf?“ Kluwo-Leiter Julian Sandrini sagt dazu: „Aus Artenschutzsicht ist seine Rückkehr ein Erfolg.“
Natürlich stünden Halter von Weidetieren dadurch vor Herausforderungen, „aber langfristig werden wir die Koexistenz hinbekommen“. Es ist ja schon schizophren: Wir verhätscheln und verwöhnen unsere Haushunde, wollen aber deren Stammvater am liebsten zum Teufel jagen. Dabei hat der Wolf einen positiven Einfluss auf die Biodiversität, denn er reguliert die Population seiner Beutetiere und hinterlässt Aasfressern viele gute Reste. Insgesamt hat jedes Tier im Ökosystem seinen sinnvollen Platz und der Mensch sollte aufhören, darin herumzupfuschen.

