Meinung
Nein zu Gedenkschild für Juden: Nachhilfe in Geschichte fällig
Weshalb sträuben sich Demokraten – die eine der beiden Fraktionen trägt sogar das „Christliche“ in ihrem Namen – dagegen, etwas wider das Vergessen zu tun? Noch dazu kostenfrei für die Gemeinde! FWG und CDU in Kirchheim lehnen ein Gedenkschild ab, das an die ins Internierungslager Gurs deportierten Juden aus dem Dorf erinnern soll. Dabei müsste doch gerade in Zeiten, in denen die AfD immer weiter erstarkt, alles unternommen werden, um die Erinnerung an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte wachzuhalten. Denn aus der Historie lässt sich für die Zukunft lernen.
Und wenn sich die Freien Wähler so unsicher sind hinsichtlich der Daten und Fakten, hätten sie doch auf die Gesprächsangebote der IG Jüdisches Kirchheim eingehen können. Wenigstens beim Infoabend hätten sie zahlreich erscheinen müssen. Stattdessen veröffentlichen sie auf ihrer Website die Fake News, dass acht jüdische Mitbürger „am 22.10.1948 nach Gurs deportiert wurden“. Dreieinhalb Jahre nach Kriegsende! Wenn ihnen dieser Kardinalfehler nicht mal auffällt, ist ein bisschen Nachhilfeunterricht in Geschichte mehr als notwendig!
