Bockenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Mehrgenerationenplatz: Dritte Lieferantensuche teils wieder erfolglos

So etwas will auch Bockenheim haben: Ein Mehrgenerationenplatz bietet Geräte für alle Altersgruppen.
So etwas will auch Bockenheim haben: Ein Mehrgenerationenplatz bietet Geräte für alle Altersgruppen.

Im dritten Anlauf haben sich endlich Firmen gefunden, die Möbel und Spielgeräte für den Bockenheimer Mehrgenerationenplatz liefern wollen. Doch für einen Teil der gewünschten Ausstattung gibt es immer noch keinerlei Angebote. Wie die Verbandsgemeindeverwaltung das Problem lösen will.

Es geht um sehr unterschiedliche Objekte, und kaum ein Anbieter hat so ein breit gefächertes Sortiment: So erklärte sich die Verbandsgemeindeverwaltung, warum ihre Ausstatter-Suche für den geplanten Bockenheimer Mehrgenerationenplatz gleich zweimal in Folge gescheitert war. Also hat sie die Wunschliste mittlerweile in vier Häppchen zerlegt, einen dritten Ausschreibungsversuch unternommen – und dessen Ergebnisse am Mittwochabend dem Ortsgemeinderat präsentiert.

Deutlich teurer als erwartet

Angebote sind diesmal tatsächlich eingegangen. Aber sie decken nur einen Teil des gewünschten Spektrums ab. Für Fitnessgeräte aus Metall haben sich zwei Unternehmen gemeldet. Als günstigerer der beiden potenziellen Lieferanten hat sich eine Firma aus dem fränkischen Röttingen entpuppt. Die gute Nachricht: Für Apparate wie einen Stepper und einen Hüftschwinger verlangt sie knapp 18.000 Euro, ursprünglich hatten die Planer da mit Kosten von rund 23.000 Euro gerechnet.

Weniger gut kommt die Gemeinde bei den Spielgeräten aus Robinienholz weg. Für Spielhaus, Sandbaustelle, Vogelnestschaukel und Klettergarten ist nur ein Angebot eingegangen. Es kommt von einer Firma aus Thüringen, die dafür fast 49.000 Euro haben will – etwa 11.000 Euro mehr als vorab geschätzt. Bleiben noch die Posten „Sitzkombinationen/Bodentrampolin“ sowie sonstige Möblierung, für die es nach wie vor keine Angebote gibt. Doch für dieses Problem gibt es laut Verwaltung eine einfache Lösung.

Lieferanten direkt aussuchen

Weil schon drei reguläre Vergabeverfahren gescheitert sind und die Kosten für die übrigen Posten relativ niedrig ausfielen, könne die Bauverwaltung von sich aus Hersteller suchen und ihnen direkt Aufträge erteilen. Dass die Lieferanten der Robinienholz-Spielgeräte und der Metall-Apparate die jeweiligen Aufträge bekommen, hat der Rat daraufhin gebilligt. Mittlerweile steht die Gemeinde bei diesem Projekt am See beim Weinstraßen-Haus ohnehin unter massivem Zeitdruck.

Denn die Vorbereitungen für den Mehrgenerationenplatz laufen schon seit vielen Jahren. Mehr als die Hälfte des nötigen Gelds soll vom Land kommen, doch eigentlich hätte sie diese Mittel schon längst abrufen müssen.

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