Wattenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Mawa-Wegzug: Was sich in Wattenheim ändern soll

Die Firma Mawa hat ihren Sitz nach Eisenberg verlegt.
Die Firma Mawa hat ihren Sitz nach Eisenberg verlegt.

Das tut der Ortsgemeinde weh: Die Firma Mawa hat Wattenheim verlassen. Nun geht’s um Konsequenzen – auch für Grundstückseigentümer.

Seit vielen Jahren können die Wattenheimer ihren Haushalt ausgleichen. Auch die Planung für 2025/26 reiht sich in diese Tradition ein. Fürs laufende Jahr wird in Wattenheim mit einem Plus von knapp 47.000 Euro gerechnet, für 2026 mit einem Überschuss von mehr als 200.000 Euro. Die Steuereinnahmen entwickelten sich prima, blickte Bürgermeister Carsten Brauer (CDU) nun bei einer Ratssitzung erfreut auf die Zahlen. Die Zuflüsse aus der Einkommensteuer wachsen kontinuierlich, die aus der Gewerbesteuer ebenfalls: von 2024 auf 2026 auf mehr als das Doppelte, nämlich von 388.600 auf 800.000 Euro.

Wegzug von Mawa eingerechnet?

„Ein großer Sprung“, merkte Andreas Werle (SPD) an und hakte nach: „Ist da schon eingerechnet, dass Mawa uns verlassen hat?“ Brauer nickte. Die im Raum Hannover gegründeten Firmen Mawa-Bau und Mawacon, die ursprünglich ihre Niederlassungen in der Leininger Straße hatten und von dort aus große Teile der Region mit einem Glasfasernetz versorgten, haben ihren Sitz zum Jahreswechsel nach Eisenberg verlegt. Grund: Aktuell stehen dem wachsenden Unternehmen keine Erweiterungsflächen in Wattenheim zur Verfügung. Einig war man sich im Gremium, dass man solche Fortzüge künftig verhindern müsse.

Fraktionsübergreifend wurde gefordert, schneller zu werden in der Entwicklung von Gewerbegebieten. Es dürfe keine Verzögerungen mehr geben und es müsse besser Hand in Hand gearbeitet werden, sagte Bernhard Korz (CDU) und wandte sich dabei direkt an den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Leiningerland, Frank Rüttger (CDU). Dieser betonte sogleich: „Ja, wir müssen Firmen vor Ort halten, es geht um Steuereinnahmen und die Entwicklung der Region.“ Speziell im Fokus ist in Wattenheim das Areal „Hettenleidelheimer Straße“, bei dem sich einige Eigentümer weigern, ihre Grundstücke zu verkaufen. Werle regte an, von Gemeindeseite „vielleicht bessere Angebote zu machen“.

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