Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Lästige Innenstadt-Baustelle: So viel länger gilt die Sperrung – mindestens

Blockiert: Obergasse im Bereich der Martinskirche.
Blockiert: Obergasse im Bereich der Martinskirche.

Die Arbeiten ziehen sich schon seit Monaten hin, nun wird die Frist erneut verlängert: Die Stadtwerke erklären, warum der Leitungstausch im Zentrum so langsam vorankommt.

Laut ursprünglichem Zeitplan sollten die Arbeiten schon seit Ende Oktober beendet sein, stattdessen gehen sie nun in die nächste Verlängerung: Nach Angaben der Grünstadter Stadtverwaltung bleiben die Obergasse zwischen Neugasse und Hauptstraße sowie die Kirchheimer Straße zwischen Hauptstraße und Östlichem Graben bis Ende Januar gesperrt. Die Stadtwerke tauschen dort Leitungen aus, ihr Technikchef Steffen Albert zeigt sich zerknirscht: „Natürlich wissen wir, dass das für die Anwohner und Geschäftsleute sehr ärgerlich ist.“

Doch zugleich lässt er erkennen: Auch der neue Termin wird nur mit viel Glück einzuhalten sein, denn Winterwetter kann Baustellen-Pausen erzwingen. Früheren Angaben der Stadtwerke zufolge betreffen die Arbeiten einen wichtigen Knotenpunkt ihres Leitungsnetzes. Dass ausgerechnet dort etwas gemacht werden muss, hatte sich nach einem Vorfall im Sommer 2023 gezeigt. Damals war eine Gasleitung undicht geworden, weshalb ein kleiner Rohrabschnitt getauscht werden musste. Und dabei zeigte sich: Die Rohre im Umfeld sind allgemein in schlechtem Zustand.

Viele Arbeiter krank

Begonnen haben die aktuellen Arbeiten dann im Juni. Dass es seither immer wieder zu Verzögerungen gekommen ist, führt Albert auf ein Bündel aus verschiedenen Ursachen zurück. So seien bei der Baufirma viele Leute krank geworden, „da war zeitweise kompletter Stillstand“. Außerdem lauerten im Innenstadt-Untergrund immer wieder Überraschungen: zum Beispiel 100 Jahre alte Leitungen, die nirgendwo eingezeichnet sind. „Die können wir dann ja nicht einfach kappen. Wir müssen erst einmal herausfinden, ob sie noch genutzt werden.“

Folgen habe zudem der Umstand, dass ein Teilstück wegen des Weihnachtsmarkts- und Einkaufstrubels besonders schnell fertiggestellt werden sollte. Albert sagt: „Das ist uns zwar gelungen, führt aber zu Verzögerungen an anderer Stelle.“

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