Leiningerland
Glasfaser-Störung am Mittwoch: Das war der Grund
Bereitschaftswachen in den Gerätehäusern und Lautsprecher-Durchsagen in den betroffenen Dörfern: So haben die Leiningerland-Feuerwehren am vergangenen Mittwoch auf Meldungen zu Störungen im Netz der Deutschen Glasfaser reagiert. Mit den Vorkehrungen wollten sie sicherstellen, dass Bürger in den Orten der früheren Verbandsgemeinde Grünstadt-Land um den Ausfall ihres Festnetz-Telefons wissen und es in Notlagen für sie trotzdem eine erreichbare Anlaufstelle gibt.
Ein Kleinkarlbacher kontert
Von den Technik-Defekt erfahren hatten die Aktiven laut Wehrleiter Markus Ittel nur indirekt: durch Glasfaser-Kunden, denen der Kommunikationsanbieter das Problem auch per E-Mail bestätigt hatte. Doch als die RHEINPFALZ am Freitag das Unternehmen nach den Ursachen für den Netz-Ausfall fragte, beteuerte eine Sprecherin: Es lägen intern keine Berichte zu großflächigen Störungen im Leiningerland vor, es könne demnach eigentlich nur Problemen bei einzelnen Anschlüssen gegeben haben.
Ein Kleinkarlbacher konterte daraufhin, indem er aus E-Mails der Firma zitierte. Demnach hatte sie ihm am Mittwoch um 9.58 Uhr mitgeteilt: „Aktuell gibt es in Ihrem Anschlussgebiet eine Störung im Glasfasernetz. Es kann zu Beeinträchtigungen und vorübergehenden Ausfällen kommen.“ Erst kurz vor Mitternacht erhielt er dann eine Nachricht, derzufolge der Schaden nun repariert sei. Und diese Eckdaten haben die Deutsche Glasfaser nun doch noch auf die richtige Spur gebracht.
Bauteil-Defekt in Heuchelheim
Demnach handelte es sich um eine Störung, die ein Bauteil-Defekt in einer Verteilerstation in Heuchelheim verursacht hatte. Sie trat am Mittwoch gegen 8.30 Uhr auf und war um 22.56 Uhr behoben. Ihre Folgen trafen rund 5800 Kunden – auch im Leiningerland. Doch weil das Übel aus der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim gekommen war, blieb laut Glasfaser-Sprecher im Unternehmen der Zusammenhang zwischen dem Vorfall dort und der RHEINPFALZ-Anfrage zunächst unerkannt.