Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Feldwege-Plan in Hettenleidelheim: Falsch herangegangen

Beschert viel landwirtschaftlichen Verkehr: die Zuckerrübenernte.
Beschert viel landwirtschaftlichen Verkehr: die Zuckerrübenernte.

Bevor eine Entscheidung getroffen wird, sollten sämtliche Optionen geprüft sein. Andersherum ergibt das keinen Sinn.

„Alle Wege führen nach Rom“, heißt es. So ähnlich ist es auch mit den Agrarflächen rund um den Margarethenhof in Hettenleidelheim – jedenfalls in den Unterlagen, die die Verwaltung für die Ratssitzung am Mittwochabend vorlegte. So wie bisher werden Äcker nicht mehr erreichbar sein, wenn das Neubaugebiet „Am Schulwiesengraben“ entsteht. Also sind in den bunten Plänen drei neue Zufahrtsvarianten eingezeichnet – samt jeweiliger Vor- und Nachteile.

Doch offensichtlich gäbe es mehr als die drei Möglichkeiten. Die Einheimischen wissen das, das hat sich bei der Diskussion in Rat und Bauausschuss gezeigt. Weshalb wurde deren Expertise nicht genutzt? Stattdessen gab es eine Ortsbesichtigung, zu der nicht einmal der Erschließungsträger eingeladen wurde. Im Ergebnis sollten sich die Gremien zwischen drei Routen zu den Feldern entscheiden. Wobei ihnen im Beschlussvorschlag nahegelegt wurde, die Variante zu wählen, bei der die Lastwagen und Traktoren durch den Altbestand des Dorfs geleitet werden – vermutlich, weil es am billigsten ist, da vorhandene Wege genutzt werden können.

Nicht nachvollziehbar ist, weshalb über diese drei Vorschläge abgestimmt werden musste – mit der Ergänzung, dass alternative Zuwegungen noch geprüft werden sollen. Richtiger wäre es doch gewesen, sämtliche denkbaren Lösungen aufs Tapet zu bringen und erst dann die Entscheidung zu fällen.

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