Grünstadt „Es hat uns an Überzeugungskraft gefehlt“

Placeholder-Image

Die CDU Wattenheim startet derzeit einen Neuanfang, tritt wieder stärker in der Öffentlichkeit in Erscheinung, hat einen neuen Vorsitzenden und gerade erst jetzt mit dem „Schwarzen Gugguck“ eine eigene Informationsschrift herausgegeben. Eine erste Veranstaltung gibt es auch mit einem Überraschungskonzert am evangelischen Gemeindehaus in Wattenheim am heutigen Samstagabend.

Mit Frank Häckel, dem neuen Vorsitzenden, sprach die RHEINPFALZ über den Neuanfang, die politische und gesellschaftliche Neuausrichtung des Ortsverband in Wattenheim. Herr Häckel, ein Neuanfang, ist das der richtige Begriff? Bei der Kommunalwahl ist die CDU von acht auf jetzt noch vier Mandate abgerutscht, wie nötig ist der Neustart? Der Begriff Neuanfang trifft es in jedem Fall. Der Ortsverein hat mit neuen, aber auch bekannten, Gesichtern einer neuen Mischung der Funktionen und der Erweiterung des Altersspektrums nach der Neuwahl des Vorstands im Frühjahr den Neustart vollzogen. Es gilt für uns, politisch und in jedem Fall auch gesellschaftlich in Wattenheim wieder eine größere Rolle einzunehmen. Dafür ist eine enge Vernetzung zwischen Vorstand und Fraktion nötig. Wir tagen stets gemeinsam, denn vom Vorstand ist lediglich Bernhard Korz auch Ratsmitglied. Hat die CDU zu lange dem politischen Gegner das Spielfeld überlassen? Gespart wurde an der Öffentlichkeitsarbeit, wir haben es versäumt, die Bürger in die Entscheidungsprozesse einzubinden, es gab zu wenig Kommunikation und Transparenz, das müssen wir uns eingestehen. Viele Aktionen, beispielsweise der enorme Einsatz von Ernst-Albert Kraft für die Reaktivierung des Treff-Markts am Ortseingang, sind in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen worden, das ist schade. Es hat uns an Überzeugungskraft gefehlt, vor allem gegenüber den jüngeren Mitbürgern, das konnte ich in Gesprächen beispielsweise mit anderen Eltern im Schulumfeld der Grundschule deutlich spüren. Stellt der Schwarze Gugguck den Versuch dar, die Bürger wieder ins Boot zu holen? Genau. Schon Anfang des Jahres haben wir eine Homepage aufgebaut, die vor der Wahl im Februar fertig wurde. Doch wir wissen, dass wir gerade die älteren Mitbürger nur mit schriftlichen Mitteilungen erreichen. Im ersten Gugguck haben wir jetzt erst einmal die neue Vorstandschaft vorgestellt und für unseren Summerswing geworben. Zukünftig werden wir in der Informationsschrift aber in jedem Fall auch politische Themen konkretisieren. Im Schwarzen Gugguck bietet die CDU jetzt einen Fahrservice für ältere Mitbürger an, ist das auch ein Versuch wieder ins Gespräch zu kommen? Ja selbstverständlich. Das darf aber keinesfalls als Konkurrenz für den von der SPD initiierten Dorfladen verstanden werden. Das soll bis zu dessen Eröffnung ein Übergangsangebot darstellen. Die Idee hatten wir bereits im Wahlkampf bekannt gemacht. In Steinborn funktioniert der Fahrservice, vom dortigen Ortsvorsteher Alexander Haas habe ich die Idee übernommen. Neben Summerswing, Fahrservice und Schwarzem Gugguck, woran arbeitet die CDU derzeit noch? Mit unserem ehemaligen Ratsmitglied Bernd Kaiser, der eine Rentner-AG ins Leben rufen will, arbeiten wir derzeit am Ehrenmal im Ortskern, das wir sanieren wollen. Politisch müssen wir uns klar positionieren, eines unserer Ziele ist beispielsweise, im Neubaugebiet Am Bild auch Angebote für Jugendliche zu realisieren. Ansonsten gilt es für uns, die Arbeit im Rat positiv zu begleiten. Die Zusammenarbeit der Fraktionen dort funktioniert aus unserer Sicht, gemeinsam wollen wir Wattenheim voranbringen.

x