Meinung
Ergebnisse im Leiningerland: Weiter so ist keine Lösung
Die einzige Konstante im Leben ist der Wandel – dieses Zitat des griechischen Philosophen Heraklit passt auch zur Landtagswahl. Nicht nur, dass die politische Spitze in Rheinland-Pfalz wechselt, auch das Wählerverhalten im Norden des Wahlkreises verändert sich. Das einst überwiegend rote Leiningerland hat mehr Flecken bekommen. Gerade im Süden der VG hat sich die Mehrheit der Wähler stärker der CDU zugewandt, in zwei Ortsgemeinden sogar der AfD. Sind die Menschen konservativer geworden? Oder wollen sie wirklich nur eine Veränderung?
Nachdem die Ergebnisse der Bundestagswahl 2025 noch stärker ins rechte Lager umgeschlagen waren, bei der Kommunalwahl wenige Monate später aber wiederum der SPD-Kandidat gewann, heißt das schon mal: Die Wähler entscheiden je nach politischer Ebene anders. Offensichtlich sind die Menschen also gerade mit der Landespolitik unzufrieden – und Frust befeuert immer den Wunsch nach Veränderung, der umso schwerer wiegt, wenn das Wahlverhalten lange gewissen Traditionen gefolgt ist.
Die Frage, die sich seit Jahren stellt, ist aber: Sollten Menschen aus Frust wirklich eine Partei wählen, die zwar populistisch Lösungen in den Raum wirft, die aber kaum umzusetzen kann? Und die ständig negativ auffällt, weil ihre Mitglieder menschenfeindliche Aussagen tätigen? Umgekehrt müssen sich die übrigen Parteien nach diesen Ergebnissen endlich fragen, wie sie die Wähler wieder abholen können. Ein erster Schritt: die finanzielle Ausstattung der Kommunen angehen, um ihnen die Not zu nehmen. Das kommt nämlich auch bei den Bürgern an, ganz praktisch.
