Meinung
Baustellenchaos: Die Straße wird erneuert, das Vertrauen nicht
Jeder will ein stabiles Stromnetz, saubere Wasserleitungen und Straßen, auf denen man sich nicht die Reifen aufschlitzt. Dass solche Projekte nicht über Nacht von einer guten Fee mit einem Zauberstab erledigt werden, ist klar. Bauarbeiten dauern, sind aufwendig und bringen oft Einschränkungen mit sich. Am Ende profitieren jedoch alle davon. Trotzdem: Es ist enttäuschend, dass Bürgermeisterin, Ratsmitglieder oder Verbandsgemeindevertreter vor Baustellenbeginn offenbar kaum mit den besonders betroffenen Gastwirten und Geschäftsleuten das Gespräch gesucht haben. Gerade sie leiden unter Sperrungen, fehlender Kundschaft und schwieriger Erreichbarkeit. Dabei hätte manchmal schon ein kurzes Nachfragen, ein einfaches „Wie läuft es bei Ihnen?“ gezeigt, dass man die Sorgen der Betroffenen ernst nimmt. Baustellenfrust lässt sich nicht vermeiden. Schlechte Kommunikation schon.
