Eisenberg RHEINPFALZ Plus Artikel And the Oscar goes to: IGS-Abiturienten feierlich entlassen

29 glückliche Abiturientinnen und Abiturienten mit ihren Abiturzeugnissen.
29 glückliche Abiturientinnen und Abiturienten mit ihren Abiturzeugnissen.

Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Eisenberg hat in einer bewegenden Abschlussfeier im Rosengarten in Obrigheim 29 Abiturientinnen und Abiturienten aus der Schule entlassen.

Es ist sicherlich eine Menge Arbeit, eine Abi-Feier zu organisieren. Dass die Organisation fast komplett in die Hände der Schüler übergeben wurde, machte die Sache nicht einfacher. Schon zu Beginn hakte deshalb die Veranstaltung etwas wegen der Einlasskontrolle, was den Beginn der Veranstaltung deshalb über 30 Minuten verzögerte, bevor 29 strahlende Abiturientinnen und Abiturienten in die Halle einzogen und ein Tänzchen auf der Bühne wagten.

Das Motto der Abi-Feier war „Abi-Wood“ in Anlehnung an Hollywood und die dortige Oscarverleihung. Die Schulleiterin, Gabriele Steurer, zog in ihrer Eröffnungsrede diverse Parallelen zwischen der Schulzeit bis zum Abitur und der großen Filmwelt und betonte am Ende, dass die „Abiturientinnen und Abiturienten heute gesiegt haben, wie Rocky Balboa und sie jetzt die Regisseure ihres weiteren Lebens“ seien.

„Ihr habt Engagement füreinander gezeigt, ihr habt gezeigt, dass ihr reif seid für das Leben“, sagte sie und zitierte den bekannten Satz aus Forrest Gump: „Life is like a box of chocolates. You never know what you're gonna get.“ – in der deutschen Übersetzung: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.“ Sie schloss mit den Worten: „Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, we proudly present, the winner of the Oscar 2026 – the Oscar goes to you.“

Idee: Medizinstudium in Ungarn

Als Vertreter des Landrates des Donnersbergkreises, Rainer Guth, überbrachte der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Donnersbergkreis, Ralph Molter, Glückwünsche des Landesrats und warb in seiner Rede für den Verein Ärzte für die Westpfalz, über den bereits Schüler der IGS in Ungarn Medizin studieren. „Demnächst sind wir in der großartigen Situation, dass der größte Teil der medizinischen Ausbildung im Westpfalzklinikum in Kaiserslautern absolviert werden kann, und zwar über die Medical School Kaiserslautern“, erzählte er.

Manfred Boffo, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Eisenberg und Vertreter von VG-Bürgermeister Bernd Frey, hatte seine Rede um drei bekannte Zitate von Woody Allen arrangiert. Zitat eins: „Ich denke viel an die Zukunft, weil das der Ort ist, wo ich den Rest meines Lebens zubringen werde“, Zitat zwei: „Das Geheimnis des Erfolgs? Anders sein als die anderen.“ Und Zitat drei: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, nach einer Weile braucht er auch einen Drink.“

Eisenbergs Stadtbürgermeister Peter Funck fühlte sich durch eine Fotopräsentation an seine Schulzeit erinnert. „Ihr habt mit dem Abitur den Schlüssel zu vielen Türen in der Hand, habt Ausdauer und Engagement bewiesen, aber glaubt mir, das Lernen geht jetzt erst richtig los“, betonte er und ergänzte: „Nutzt die erlernten Grundlagen und individuellen Stärken und glaubt nicht, wenn jemand sagt, es gebe nur Schwarz und Weiß – es gibt auch immer etwas dazwischen.“

Fotos sorgen für Lacher im Publikum

Drei Schüler des Abiturjahrgangs, Freyana Kaiser-Mayer, Noah Monz und Eliana Fischer, erinnerten witzig und unterhaltsam in diversen Anekdoten an ihre Schul- und Oberstufenzeit und sprachen den Lehrerinnen Annette Bär und Brigitte Wolf explizit ihren Dank aus. In einer kurzweiligen Präsentation zeigten sie lustige Fotos aus vergangenen Zeiten, die für manche Lacher im Publikum sorgten.

Nach der feierlichen Zeugnisübergabe sollten dann noch diverse Schülerinnen und Schüler für besondere Leistungen ausgezeichnet werden und dafür Preise erhalten. Lehrer Daniel Neuner präsentierte in diesem Zusammenhang einen selbst gedrehten – zugegeben: etwas langatmigen – Film, in dem mehrere seiner Kollegen mitspielten und in dem es darum ging, dass die Abi-Preise verschwunden waren und am Ende wieder auftauchten.

Einige Schülerinnen und Schüler überraschten mit einem musikalischen Beitrag mit Band und Gesang, die neue Technik-AG machte einen guten Job.

Der Rosengarten in Obrigheim als Abifeier-Location muss hingegen noch etwas üben. Parkplätze sind dort bekanntlich Mangelware; auch die Stuhlreihen im Saal mussten durch die Vielzahl an Gästen sehr eng gestellt werden. So ging es den Abend über doch etwas eng zu.

Abiturienten

Sophie Alter (Altleiningen), Felix Becker (Göllheim), Hanna Bessai (Kindenheim), Alexander Botschkovski (Eisenberg), Erik Dieterich (Altleiningen), Eliana Fischer (Göllheim), Anna Ketsia Gindele (Dreisen), Nele Hamburger (Bockenheim), Talea Kairies (Lautersheim), Freyana Kaiser-Mayer (Dreisen), Marielle Kern (Eisenberg), Linus Kimmel (Rüssingen), Jasmin Landmann (Göllheim), Isabella Maeding (Lautersheim), Razvan Manolache (Bubenheim), Martin Misling (Carlsberg), Noah Monz (Eisenberg), Havin Nayir (Freinsheim), Nico Neurohr (Eisenberg), Marc Roßnagel (Eisenberg), Lukas Schawalder (Sippersfeld), Paul Schneeg (Ramsen), Vincent Szelies (Wattenheim), Esma Tan (Eisenberg), Jonas Teufel (Biedesheim), Robin Wernert (Eisenberg), Nico Wick (Kirchheim), Latisha Wiese (Ramsen), Selina Zemke (Göllheim)
Schüler, die den schulischen Teil der Fachhochschulreife erreicht haben: Mia Herold (Dreisen), Yakub Kasaplar (Grünstadt)

Preisträger

Bildende Kunst: Nele Hamburger, Chemie: Felix Becker, Darstellendes Spiel: Felix Becker, Deutsch – Scheffelpreis: Nele Hamburger, Geschichte: Felix Becker, Informatik: Lukas Schawalder, Latein: Felix Becker, Mathematik: Nele Hamburger, Sozialkunde: Nele Hamburger, Sport: Nico Neurohr, Technikteam: Jonas Teufel, Yakub Kasaplar, Paul Schneeg, Preis für soziales Engagement: Paul Schneeg, Bestes Abitur: Nele Hamburger (Notendurchschnitt: 1,1), Vorbildliche Haltung und Engagement – Preis des Ministers für vorbildliche Haltung: Freyana Kaiser-Mayer

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