Westpfalz Ärzte für die Westpfalz: Weitere Stipendien für Medizinstudium in Ungarn
Der Verein Ärzte für die Westpfalz startet in seine vierte Förderrunde für ein deutschsprachiges Medizinstudium in Ungarn. Bewerbungen für ein Stipendium sind ab sofort möglich, die Frist endet am Dienstag, 30. April. Der Studienbeginn ist zum Wintersemester 2026/2027 an den Universitäten in Pécs oder Budapest vorgesehen. „Der Numerus clausus allein entscheidet nicht über die Studienchance“, betonen die Verantwortlichen von Ärzte für die Westpfalz in einer Pressemitteilung. Das zeigten die bisherigen Erfolge der vom Verein geförderten Studierenden: Sieben von ihnen haben im September das Physikum bestanden – ohne ein Abitur mit der Note 1,0.
Die Anzahl der Stipendienplätze hänge von den zur Verfügung gestellten Spenden ab, heißt es weiter. Bewerberinnen und Bewerber, die kein Stipendium erhalten, könnten alternativ eine Kreditfinanzierung nutzen. Der Verein vermittele geeignete Partner, um den Studienstart zu ermöglichen. Das Förderkonzept umfasse die Übernahme von Studiengebühren und weiteren Kosten von bis zu 7500 Euro pro Semester. Hinzu kämen eine persönliche Begleitung während des Studiums, die Vermittlung von Praktika, fachliche Workshops sowie Unterstützung beim Einstieg in die ärztliche Weiterbildung.
Naturwissenschaftliche Kenntnisse und ehrenamtliches Engagement
Die Bewerbung für das Medizinstudium in Ungarn müssen die Interessierten selbst vornehmen; der Verein berate aber gerne dabei. Adressaten sind Abiturienten mit guten naturwissenschaftlichen Leistungen, regionaler Bindung an die Westpfalz oder den Landkreis Bad Kreuznach sowie ehrenamtlichem Engagement. Vorteilhaft seien zudem erste Erfahrungen im medizinischen Bereich, etwa durch Praktika oder Freiwilligendienste. Ziel des Vereins ist es, die Geförderten langfristig für eine ärztliche Tätigkeit in der Region zu gewinnen. Weitere Informationen zur Bewerbung und zum Verein Ärzte für die Westpfalz gibt es online unter www.aerzte-fuer-die-westpfalz.de.