Laumersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Zwei Einmaleffekte: Geldsegen gleicht Haushalt in Laumersheim aus

Laumersheim erhält 50.000 Euro vom Kreisjugendamt als Ausgleich für zu geringe Personalkostenzuschüsse in den Kitas.
Laumersheim erhält 50.000 Euro vom Kreisjugendamt als Ausgleich für zu geringe Personalkostenzuschüsse in den Kitas.

Laumersheim hat seinen Haushalt für das laufende Jahr ausgleichen können. Die gute Nachricht beruht auch auf zwei Einmaleffekten. Welche Investitionen vorgesehen sind.

Im Ergebnisetat der Ortsgemeinde Laumersheim ist zum Jahresabschluss 2026 ein Überschuss von 23.670 Euro kalkuliert. Wie Kerstin Fischer aus der Finanzabteilung der Verbandsgemeinde Leiningerland erläuterte, hängt das auch mit zwei einmaligen Einzahlungen zusammen. Zum einen erhält Laumersheim 50.000 Euro vom Kreisjugendamt Bad Dürkheim als Ausgleich für zu geringe Personalkostenzuschüsse. Bisher hatten sich Land und Kreis zusammen mit 87,5 Prozent an den Gehältern der Erzieher in der Kita beteiligt, sodass die Ortsgemeinde 12,5 Prozent zu tragen hatte. Jetzt ist dieser Eigenanteil auf 9,8 Prozent gesunken, da Land und Kreis 90,2 Prozent beisteuern. Die Erstattung erfolgt rückwirkend ab dem dritten Quartal 2021 – im Juli des Jahres war das neue Kita-Zukunftsgesetz in Kraft getreten. Seither wurden die freien und kirchlichen Träger gegenüber den Kommunen bevorzugt.

Abwassergebühren werden zurückgezahlt

Zum anderen gibt es zu viel gezahlte Abgaben für die Straßenoberflächenentwässerung zurück. Zwischen 2014 und 2021 waren aus den 16 Dörfern der einstigen Verbandsgemeinde Grünstadt-Land, zu denen auch Laumersheim gehört, zu hohe Abwassergebühren überwiesen worden, in der Summe rund 1,6 Millionen Euro. Zustande kam das, weil die damalige VG im Sinne einer Konstanz und Planungssicherheit in den gemeindlichen Haushalten ab 1998 einen durchschnittlichen Entgeltsatz pro Quadratmeter Straßenfläche erhob. Ab 2014 baute sich dadurch aber kontinuierlich eine Überdeckung der Kanal-Kosten auf. Die überzahlten Gebühren werden unverzinst über einen langen Zeitraum zurückerstattet, immer nur so viel, dass bei den VG-Werken kein Verlust entsteht. Das hätte sonst nämlich zur Folge, dass die VG ihre Umlage erhöhen müsste und die Ortsgemeinden dafür zur Kasse gebeten würden, dass sie ihr eigenes Geld zurückerhielten. Laumersheim bekommt nun 40.270 Euro. Dem gegenüber stehen jedoch 17.520 Euro: Diese fallen spitz abgerechnet für das laufende Jahr für die Oberflächenentwässerung auf 30.733 Quadratmetern Straße an.

Hochwasserschutz und Radwege kosten

An Investitionen sind laut Fischer insgesamt 48.700 Euro geplant. Größter Posten ist mit 20.000 Euro der erste Ansatz für die Umsetzung des Hochwasser- und Starkregenschutzkonzeptes. 7000 Euro werden zum Erwerb von Gelände für das Radwegenetz benötigt und 6500 Euro für den Kauf von Gasherd, Spülmaschine und sonstiger Ausstattung für das Bürgerhaus. 4800 Euro werden für Anschaffungen des Kita-Zweckverbands Laumersheim-Großkarlbach ausgegeben und 4500 Euro für den Austausch des Kletterturms auf dem Spielplatz. Letzterer sei zum Teil über Spenden und mit 3000 Euro aus dem Dorfbudget gedeckt.

Fischer erläuterte: „Seit 2025 gibt das Land kleinen Kommunen bis 1000 Einwohner jährlich 1500 Euro. Da das Geld erst sehr spät im Herbst kam, dürfen die Zuwendungen aus dem vergangenen und dem laufenden Jahr zusammengefasst werden.“ Insofern müssten für die Investitionen „nur“ 44.200 Euro an neuen Krediten aufgenommen werden. Die langfristige Verschuldung zum Jahresende wird dann bei 84.050 Euro liegen. Zusammen mit den kurzfristigen Darlehen zur Liquiditätssicherung steht Laumersheim zum 31. Dezember voraussichtlich mit 459.808 Euro in der Kreide.

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