Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Zuschuss für Sportvereine: Wer bekommt was?

Mit einer LED-Flutlichtanlage soll der Jahnplatz noch besser für den Bundesligabetrieb gerüstet sein. Hier eine Szene vom Heimsp
Mit einer LED-Flutlichtanlage soll der Jahnplatz noch besser für den Bundesligabetrieb gerüstet sein. Hier eine Szene vom Heimspiel gegen die Zehlendorfer Wespen Anfang Oktober.

Ein undichtes Dach am Vereinsheim flicken, die Flutlichtanlage auf LED umrüsten und einen beweglichen Steg anbauen: drei Projekte, bei denen die Stadt Vereine unterstützt. Außerdem soll viel Geld in den Basketballplatz an der Benderstraße gesteckt werden. Doch bis zum ersten Korbleger auf neuem Boden dürfte es dauern.

Eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz zwingt die Mitglieder des Kanu- und Segel-Clubs (KSC) Frankenthal zum Sprung ins kalte Wasser. Der Verein darf seine Wassersportanlage am Silbersee in Bobenheim-Roxheim nicht mehr nutzen, weil die Richter den Bebauungsplan der Gemeinde für unwirksam erklärt haben. Die Boote werden nun am Kollersee, der zum Otterstädter Altrhein gehört, über eine Slipbahn ins Wasser gelassen. Eine Befestigung und ein sicherer Einstieg seien dort nicht möglich, aussteigen könne man nur durch einen Sprung ins Wasser. Die Boote müssten dann per Hand ans Ufer gezogen werden. Mit einem vom Sportausschuss am Dienstag einstimmig bewilligten Zuschuss von 10.500 Euro will der KSC im Frühjahr 2021 seine Steganlage am Kollersee für rund 50.000 Euro erweitern. Mit dem geplanten Bauprojekt, an dessen Finanzierung sich auch der Sportbund Pfalz mit bis zu 35 Prozent beteiligt, soll die Slipbahn durch einen wasserstandsabhängigen beweglichen Slipsteg ergänzt werden. Diese relativ aufwendige Anlage sei erforderlich, da sich der Wasserstand in dem mit dem Rhein verbundenen Kollersee ständig ändere.

Sparsameres Flutlicht für Jahnplatz

Mit einem Zuschuss von 12.000 Euro beteiligt sich die Stadt auch an der etwa 60.000 Euro teuren Sanierung des undichten Dachs des Vereinsgebäudes des VfR Frankenthal, die im Sommer 2021 in Angriff genommen werden soll. 13.600 Euro machte der Sportausschuss für die TG Frankenthal locker. Der Verein will seine Flutlichtanlage am Jahnplatz für 67.500 Euro auf LED-Technik umrüsten, um Energie zu sparen und die Lichtverhältnisse für den Bundesligabetrieb zu verbessern.

Mit knapp 54.000 Euro – und damit in gleicher Höhe wie im Vorjahr – werden 17 Frankenthaler Sportvereine finanziell entlastet, die eine eigene Anlage zu unterhalten haben. Die Beihilfen, die nach einem Punktesystem festgelegt werden, bewegen sich zwischen 170 Euro (Fischereinverein) und 12.501 Euro (VT Frankenthal). Um Sportgeräte für die Jugendabteilungen zu beschaffen, hat der Ausschuss 9681 Euro bewilligt. Diese Summe verteilt sich auf sieben Vereine, wobei die TG Frankenthal den Höchstbetrag von 2500 Euro erhält.

350.000 Euro für Basketballfeld

Um den Basketballplatz an der Benderstraße wieder fit zu machen, plant die Verwaltung im Haushalt für 2021 rund 350.000 Euro ein. Die 17 Jahre alte Anlage, die auch von den beiden Gymnasien genutzt wird, weist erhebliche Schäden, insbesondere Wurzelanhebungen, auf. Auch das Spielfeld ist abgewirtschaftet. Es würden verschiedene Alternativen geprüft, um das Problem mit den Wurzeln zu lösen, sagte Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU). Die Bäume sollten nach Möglichkeit erhalten werden. Denkbar sei, die Spielfelder zu reduzieren. Ziel sei es, mit den Arbeiten 2022 zu beginnen.

Der Platz müsse unter allen Umständen erhalten werden, hob Doris Schwarz (CDU) hervor. Er liege geschützt und sei trotzdem gut einsehbar. Da die Anlage sehr stark frequentiert sei, sollte das Spielfeld nicht verkleinert werden, meinte Thomas Merz (CDU). „Wir müssen einen Kompromiss finden“, erklärte Gunther Koch (SPD), Rudi Sturm (FWG) stellte die Sicherheit der Sportler in den Fokus.

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