Frankenthal Zur Sache: Der Pilgerpfad

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Am 21. Februar 1968 verabschiedete der Stadtrat den Bebauungsplan Pilgerpfad, den der Frankfurter Architekt Albert Speer, Sohn des ehemaligen Reichsministers Albert Speer, entworfen hatte. Erste Überlegungen zu dem neuen Stadtteil gab es sieben Jahre zuvor. Anfang der 60er-Jahre wurden Wohnhäuser entlang der Mahlastraße in der damaligen Albrecht-Dürer-Straße errichtet. Der Name Pilgerpfad wurde deshalb gewählt, weil hier im Mittelalter einer der Pilgerwege zum Grab des heiligen Jakobus in Santiago de Compostela (Spanien) verlief. Sammelpunkt der Reisenden war Frankfurt. Über Mainz und Worms führte der Weg vorbei am damaligen Dorf ,Frankedal’ weiter nach Speyer. „Es war die große Stadterweiterung nach dem Krieg, das größte zusammenhängende Projekt. Eine Antwort auf die große Wohnungsnot, ausgelöst durch die Einwanderung von Gastarbeitern“, sagt Bernd Leidig. Die Stadt habe in diesem Bereich viel Grund besessen. Das Konzept sei ähnlich wie im Carl-Bosch-Ring geplant gewesen, aber nicht ganz so gelungen umgesetzt worden, sagt Leidig. 1970 ging die Friedrich-Ebert-Grundschule in Betrieb. 1976 wurde das ÖGZ eingeweiht. 1981 wurde der Jakobsplatz mit einem europäischen Fest übergeben. Der Albrecht-Dürer-Ring im Süden wurde erst in den 90er-Jahren fertig und zur Ringstraße.

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