Frankenthal Vereinsauflösung droht: PWV-Ortsgruppe Frankenthal appelliert an Mitglieder
Für die Ortsgruppe Frankenthal des Pfälzerwald-Vereins (PWV) hat sich auch im dritten Anlauf in diesem Jahr kein Mitglied gefunden, das die Vorstandsaufgaben übernehmen möchte. Obwohl der Verein aktuell über 333 Mitglieder verfügt, kamen zu einer Sitzung am Montag, 20. Oktober, nur 29 Personen – darunter auch solche, die noch gar keine Vereinsmitglieder sind. Fünf davon traten ihm allerdings direkt an diesem Abend bei.
Ein neuer Vorstand für den PWV muss im März bei der nächsten Mitgliederversammlung gewählt werden. Der Grund dafür ist, dass der aktuelle Vorsitzende, sein Stellvertreter und auch der Wanderwart aus Altersgründen und gesundheitlichen Gründen aufhören wollen. Zudem sei es wichtig, dass jüngere Mitglieder Verantwortung übernehmen, erklärte Vorsitzender Dieter Glöckner im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Er hat durchaus Hoffnung, dass sich die Dinge noch zum Guten wenden werden.
Gute Einarbeitung
Die Aufgaben des Vereinsvorsitzenden seien vielfältig, aber mit Engagement gut zu schaffen, sagt Glöckner. Er sei zwar sowohl für die Mitglieder als auch für die Organisation und Außenkontakte der erste Ansprechpartner, finde im Verein aber ausreichend Unterstützung. Einmal im Monat gebe es eine Vorstandssitzung und bei der Planung für den jeweils neuen Wanderplan pro Jahr sei er ebenfalls eingebunden.
Glöckner setzt darauf, dass sich eine neue Verantwortliche oder ein neuer Verantwortlicher findet, für den es dann eine gute Einarbeitung geben soll – und so viel Unterstützung wie nötig. Interessierte könnten einfach zu einer der nächsten Sitzungen kommen, sagt er. „Ebenso wichtig ist es, dass wir einen neuen Wanderwart bekommen. Denn der jetzige, Klaus Brenneisen, gibt definitiv sein Amt ab“, so der Vorsitzende.
Die Wanderplanung für 2026 finde bereits dieses Jahr statt, sodass sich Interessenten dort informieren könnten. In der jüngsten Sitzung erwähnte Glöckner, dass die Auswahl und Planung der Touren aufwendig sei, vor allem Ende des Jahres. Schließlich würden verschiedene Gruppen zu den Monatswanderungen kommen, mit Wanderungen zwischen fünf und 20 Kilometern sowie Radtouren von zwölf bis 54 Kilometern. Dabei würden stets Touren für jedes Alter angeboten, also beispielsweise auch für Familien.
Auflösung droht
Einen Interessenten für den Wanderwart-Posten gebe es zwar schon, er wolle sich aber noch nicht endgültig festlegen, sagt Glöckner. Außerdem wurde in der Sitzung angesprochen, dass sich der Verein durchaus zwei Wanderwarte vorstellen könne, die sich die Arbeit dann teilen.
„Wir brauchen unbedingt einen Vorsitzenden, einen Stellvertreter und einen Wanderwart. Wenn das im März nicht klappt, droht die Vereinsauflösung“, wiederholte Glöckner eine zuvor schon getroffene Aussage. Alle Vorstandsmitglieder und auch andere erfahrene PWVler seien bereit, ein neues Vorstandsteam zu unterstützen.
„Unsere Ortsgruppe besteht seit 121 Jahren. Und unsere Angebote werden nach wie vor sehr gut angenommen. Aber es braucht neue Köpfe“, betonte Glöckner. Gesucht werden Menschen, die mit Engagement und Ideen die Zukunft des Vereins mitgestalten wollen.
Vorschläge gesammelt
Einige Vorschläge kamen von den Anwesenden – beispielsweise, dass man die Sitzungen oder die Mitgliederversammlung digital machen könnte und die Anmeldungen vermehrt online. Auch der Schaukasten neben der Christlichen Bücherstube sei nicht mehr zeitgemäß.
„Die Sitzungen wollen wir nicht digitalisieren“, erwiderte der Vorsitzende. „Denn rund 60 Prozent unserer Mitglieder sind zwischen 50 und 70 Jahre alt, etliche über 80.“ Außerdem sei die Kommunikation in Präsenz für viele Mitglieder wichtig, verdeutlichte er. Trotzdem sei man aufgeschlossen für neue Ideen. Das Wanderheft werde selbstverständlich beibehalten und die Termine würden weiterhin in der RHEINPFALZ veröffentlicht. Der Schaukasten sei immer noch bei vielen beliebt.
Bereits im März, im August und jetzt noch einmal wurde die Dringlichkeit, im Jahr 2026 Ämter zu übernehmen, klar betont. „Wir hoffen, dass durch eure Hilfe der Verein weiter bestehen kann“, lautete Glöckners Appell in der Sitzung.