Frankenthal
„Tag des guten Lebens“: Premiere mit 150 Besuchern
Auf dem Parkplatz vorm Dathenushaus herrscht Messeatmosphäre: Unter Sonnenschirmen und in Pavillonzelten werben unterschiedliche Gruppen für ihre Projekte, mit denen die Aktiven das Leben in der Stadt verbessern wollen. Der Klimastammtisch sammelt mit seinem Kreativwetterwerb „Frankenthal 2050“ beispielsweise Zukunftsideen, gegen Spende gibt es außerdem Pflanzenableger. Die Klimaschutzgruppe Parents for Future informiert über Windkraft in Frankenthal, die Grünen küren die Siegerprojekte im ersten Frankenthaler Wettbewerb „Fassadenbegrünung“.
„Sharing is Caring – Teilen ist Bewahren, ist das Motto von Gabriele Kölling, stellvertretende Leiterin der Stadtbücherei. Für Kinder gibt es hier Überraschungstüten mit Samenpapier für bunte Wiesen. Nebenan informieren die Stadtwerke Frankenthal und der Carsharing-Anbieter Stadtmobil über Elektromobilität und das Autoteilen. Die Stadtverwaltung ist vertreten durch den Bereich Klimaschutz. Das landesweite Grubinetz informiert über Angebote zur Grundbildung und Alphabetisierung in Rheinland-Pfalz, an denen sich das Dathenushaus mit einem „Lerncafé“ (jeden Montag 14.30 bis 16 Uhr) beteiligt.
Ältere und Familien nutzen Angebot
Den „Tag des guten Lebens“, den es bundesweit bereits in vielen Städten gibt, haben Klimastammtisch und Fridays for Future mit Unterstützung des protestantischen Dekanats und der Landeszentrale für politische Bildung erstmals in Frankenthal ins Leben gerufen, mit der Begegnungsstätte „Miteinander“ im Dathenushaus hat man den passenden Rahmen gefunden. Es gehe bei der Veranstaltung um gelebte Nächstenliebe und Beispiele aus der Praxis, betont Dekan Mathias Gaschott bei der Eröffnung.
Gut frequentiert war das Begegnungs-Café im Dathenushaus-Foyer, wo Würstchen, Brownies und Zimtschnecken angeboten werden. Im Innenhof und in den angrenzenden Räumen stellen sich Organisationen vor und bieten Angebote zum Mitmachen. Die evangelische Jugend lädt ein zum Upcycling-Basteln, das Erkenbert-Museum zum Aufpolieren einer alten Schulglocke. Kleine und große Besucher kommen beim Kamishibai-Miniaturtheater der Stadtbücherei auf ihre Kosten.
Ralf Zeeb vom Organisationsteam zieht eine rundum positive Bilanz: Mit der neuen Aktion habe man viele ältere Besucher, aber auch Familien ansprechen können. Die Mitmachangebote von Pfadfindern und evangelischer Jugend seien mit rund 30 Kindern gut frequentiert gewesen. Lediglich der preisgekrönte Umweltfilm „Everything will change“, eine Science-Fiction-Fabel, die im Jahr 2054 spielt und den Blick zurück wirft auf die 2020er-Jahre, sei etwas untergegangen. Er soll zu einem späteren Zeitpunkt nochmals gezeigt werden. Als „Versuchsballon“ sei der erste Tag des guten Lebens geglückt. Er soll im nächsten Jahr wiederholt werden, so die Organisatoren.