Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Suche nach Blindgängern am Bahnhof abgebrochen

Mit Geräten wie hier in Landau wird auch das Bahnhofsumfeld abgesucht.
Mit Geräten wie hier in Landau wird auch das Bahnhofsumfeld abgesucht.

Weil die empfindlichen Messgeräte dem Dauerfrost nicht gewachsen waren, musste die Kampfmittel-Sondierung auf dem Bahnhofsvorplatz schon nach der ersten Nacht abgebrochen werden. Die Experten warten nun auf Temperaturen über dem Gefrierpunkt.

Zwei Nächte lang war das Areal am Bahnhof voll gesperrt. In der ersten Nacht von Dienstag auf Mittwoch konnte das Wormser Fachunternehmen Consulting-Engineers-Göttig GmbH zwar wie geplant damit beginnen, das etwa 12.000 Quadratmeter große Areal am Bahnhof mit einem speziellen Messgerät nach möglichen Kampfmitteln abzusuchen. Das ist erforderlich, weil das Gelände umgestaltet werden soll. „Bei einer ersten Auswertung am PC stellte sich jedoch heraus, dass die Ergebnisse fehlerhaft und unvollständig waren. Somit liegen keine gesicherten Ergebnisse vor“, informiert die Pressestelle der Stadtverwaltung. Da die Experten als Störungsursache die Minustemperaturen vermuten, wurden die Messungen für die zweite Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kurzerhand eingestellt.

Nun wartet das Messteam auf eine längere Wetterphase mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Eine Woche vor der geplanten Sondierung wird wie beim ersten Versuch die Bevölkerung über die jeweiligen Sperrungen informiert. Dann startet erneut die Arbeit per elektro-magnetischem Messsystem, mit dem zwei Nächte lang von der Oberfläche aus Metallkörper im Untergrund bis zu einer Tiefe von etwa sechs Metern ausfindig gemacht werden können.

Zur Frage, inwieweit sich die aktuelle Verzögerung auf den Zeitplan des geplanten Umbaus des Bahnhofsvorplatzes und Zentralen Omnibusbahnhofs auswirke, heißt es aus dem Rathaus: „Wir gehen davon aus, dass sich der Beginn des Infrastrukturprojekts nur um wenige Wochen verschiebt.“ Wann der Startschuss genau ist, sei noch offen.

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