Kommentar
Stadtklinik Frankenthal: Schwierige Operation
Dass die Jahre ab 2024 nicht die Rückkehr zur schwarzen Null bringen würden, ist keine große Überraschung. Gerade Häuser der Grund- und Regelversorgung wie das in Frankenthal leiden unter struktureller Unterfinanzierung. Der Krankenhausausschuss und mit ihm die gesamte Kommunalpolitik wird sich damit abfinden gewöhnen müssen, dass die Stadtklinik weiter rote Zahlen in Millionenhöhe schreiben wird und Verluste ab dem kommenden Jahr über den Haushalt der Stadt auszugleichen sind. Keine Frage: Als die Wirtschaftlichkeit des als Eigenbetrieb geführten kommunalen Krankenhauses zumindest den offiziellen Zahlen nach noch eine andere war, fiel den Gremien das Bekenntnis zur Klinik leichter. Die aktuelle Situation verleiht der Frage nach dem Wert der wohnortnahen stationären Versorgung durchaus ein anderes Gewicht. Die Antwort angesichts einer immer älteren Bevölkerung und deren Bedürfnissen kann nur ein klares Ja zur Stadtklinik sein.
