Frankenthal Sportstättensanierung: FWG wirft CDU unseriöses Taktieren vor

„So funktioniert seriöse Kommunalpolitik nicht“: FWG-Chefin Tanja Mester zeigt der CDU die gelbe Karte.
»So funktioniert seriöse Kommunalpolitik nicht«: FWG-Chefin Tanja Mester zeigt der CDU die gelbe Karte.

„So funktioniert seriöse Kommunalpolitik nicht“: Scharfe Kritik übt FWG-Fraktionsvorsitzende Tanja Mester an der „Sportstättenkonzeption 2035“ der CDU. Deren Fraktionssprecher Martin Schuff und Sportausschussmitglied Daniel Winkes haben im Vorfeld der Ausschusssitzung am Dienstag, 6. Mai, einen Acht-Punkte-Plan vorgelegt, mit dem die Sportplätze und -hallen in der Stadt und in den Vororten auf Vordermann gebracht werden sollen.

Begonnen werden soll aus CDU-Sicht beim TuS Flomersheim und mit dem Platz in der Frankenstraße, den der DJK Schwarz-Weiß bespielt. Die CDU habe in der Vergangenheit Zeit und Verantwortung für das Thema gehabt, mit Martin Hebich als Oberbürgermeister und Sportdezernent, mit Bernd Knöppel als Dezernent für Gebäude und Grundstücke und als stärkste Fraktion. „Und sie hatte auch die Gelegenheit, bei der Verabschiedung des Haushalts 2024 Verantwortung zu übernehmen. Stattdessen hat sie den Haushaltsplan abgelehnt und damit riskiert, dass überhaupt kein genehmigter Haushalt zustande kommt.“

Einen flächendeckenden Sanierungsbedarf insbesondere auf den in die Jahre gekommenen Kunstrasenplätzen stellt die FWG prinzipiell nicht in Abrede. „Doch wir reden über erhebliche Investitionen in Millionenhöhe – in einer Zeit, in der die Stadt ein Haushaltsdefizit von fast 20 Millionen Euro aufweist“, erinnert Mester. Nach Jahren versäumter Weichenstellungen suggeriere die CDU nun, „man müsse nur laut genug fordern, und schon lassen sich komplexe Infrastrukturprojekte im Handumdrehen umsetzen – losgelöst von Finanzen, Planungsvorläufen oder Gleichbehandlung aller Vereine“. Die FWG wolle hingegen faktenbasiert und fair entscheiden, „wir müssen auch den Vereinen, deren Plätze vielleicht erst später drankommen, begründen können, warum“.

Mester erwartet, dass nach der Genehmigung des Haushalts durch die Finanzaufsicht ADD Mitte April nun ein Sportplatzgutachten in Auftrag gegeben wird. Mit dem nächsten freigegebenen Haushalt 2026 könnte dann die Sanierung des ersten Platzes kommendes Frühjahr beginnen, gibt sich die FWG-Chefin optimistisch.

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