Frankenthal Show von Freunden für Freunde
Ein abwechslungsreiches und rasantes Programm zeigte das Orchestre Mosaique aus dem französischen Saint Georges am Samstagabend in der Halle des GMV Volkschor in Lambsheim. Der Cabaret- und Tanzabend fand im Rahmen des 35-jährigen Jubiläums der Partnerschaft zwischen den Gemeinden statt und begeisterte das Publikum.
Rund 130 Gäste, darunter einige aus Saint Georges sowie aus verschiedenen Partnerschaftsvereinen aus dem Umland, waren der Einladung von Gerd Kleinhans, Vorsitzender und Gründungsmitglied des Freundschaftskreises Lambsheim-Saint Georges sur Baulches, an diesem Abend gefolgt. Neben einem köstlichen Drei-Gänge-Menü, für das Daniel Faber verantwortlich zeichnete, durften sich die Gäste über eine bunte, rund 75-minütige Cabaret-Show freuen, bevor sie selbst das Parkett betreten durften. „Ich spreche nicht sehr gut Deutsch, aber ich werde es heute Abend für Sie versuchen“, sagte Frontfrau Catherine Berthault zum Publikum, das sie im Laufe des Abends mit ihrer kräftigen Chanson-Stimme begeisterte. Flankiert wurde ihr Gesang durch die Tanz- und Gesangseinlagen der beiden Schwestern Maurane und Faustine Oudin, die in immer wieder neuen Kostümen die Bühne betraten. Das Repertoire reichte dabei von knappen und glitzernden Varieté-Kostümen bis hin zu Can-Can-Kleidern in den französischen Nationalfarben oder schwarzen Leggins zum dunklen Oberteil. Mit seinem Programm machte das Orchestre Mosaique seinem Namen alle Ehre. Es brachte die verschiedensten Musikrichtungen auf die Bühne und verwob alles zu einem komplexen Ganzen. Bindeglied der Show waren die energiegeladenen Auftritte der beiden Tänzerinnen. Indem die Sängerin immer wieder von die Bühne trat und sich mitten unter das Publikum mischte, schaffte sie eine besondere Nähe zu den Zuschauern. Das Repertoire, das teils in Medleys dargeboten wurde, reichte von schwungvollen Can-Can-Rhythmen über klassische Chansons, etwa von Edith Piaf, bis hin zu Pink Floyds „The Wall“ oder „Help“ von den Beatles. Auch France Gall oder Amy Winehouse wurden gesanglich zitiert. Als „petite surprise“ (deutsch: kleine Überraschung) sagte Catherine Berthault das eigens eingeübte „Guten Abend, gute Nacht“ an und schaffte mit weiterem traditionellen deutschen Liedgut eine besondere Nähe zum Publikum, das teils mitsang oder mitklatschte. Im Anschluss an die Show durften die Gäste selbst aufs Parkett, wobei die Band klassische Tanzeinlagen wie Samba, Paso Doble oder Wiener Walzer darbot, aber auch einen Ausflug in die Musikwelt der 80er machte. Hughes Renault an der Gitarre tat sich dabei im Laufe des Abends auch immer wieder gesanglich hervor. Am Klavier zeigte Manuel Michelin sein Können, am Schlagzeug David Teboul und am Bass Eddy Michelin. Große Bühnenpräsenz zeigte Patrick Robin am Akkordeon. Guy Michelin brachte sein Saxofon erst nach dem Show-Teil ins Spiel. Mit dem eigens für diesen Abend eingeübten Lied „Gute Nacht Freunde“ von Reinhard Mey wollte das Orchestre Mosaique dem Publikum eine „besondere Freude“ bereiten. Doch dies war keinesfalls eine Aufforderung zum Gehen, denn getanzt wurde bis nach Mitternacht.