Frankenthal Platz für junge Talente
Pünktlich zum Saisonstart – in der zweiten Augustwoche geht es in den unteren Fußball-Ligen wieder los – ist der zweite Kunstrasenplatz im Ostparkstadion am Dienstagabend übergeben worden. Für rund 650.000 Euro wurde der alte Kickersplatz am Nachtweideweg in dreieinhalb Monaten umgebaut und modernisiert.
Pünktlich zur Übergabe schickte der Himmel einige Freudentränen Richtung Erde. Dicke Tropfen, doch für Abkühlung sorgten sie nicht wirklich. Der Platz liegt auch ganz ohne Wasser in sattem Grün da. Mit der Neugestaltung des Kickersplatzes gehören die Tennenplätze im Ostparkstadion der Vergangenheit an. Die Trainingsengpässe der beiden dort angesiedelten Vereine – VfR und VT Frankenthal – insbesondere in den Wintermonaten können somit deutlich entspannt werden. An Großspielfeldern gibt es im Ostparkstadion jetzt drei Natur- und zwei Kunstrasenplätze. Mit Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU), Bürgermeister Andreas Schwarz (SPD) und Beigeordnetem Bernd Knöppel (CDU) war die komplette Stadtspitze bei der Übergabe dabei. Die Kulisse für die Reden bei der Übergabe boten die E- und F-Jugendkicker der VT Frankenthal, die schon einmal – zumindest im schattigen Bereich des Platzes – eine Trainingseinheit absolvierten. „Hier im Ostparkstadion ist jetzt wieder ein schöner Sportpark entstanden“, freute sich Hebich, dass der lange Zeit ungenutzte Kickersplatz den beiden Vereinen, die unter anderem mit ihren Vorsitzenden Roland Wittke (VT) und Salvatore Mauro (VfR) vertreten waren, zur sportlichen Betätigung zur Verfügung gestellt werden kann. Da die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland für Deutschland ja nicht so erfolgreich verlaufen sei, müsste nun auf den Nachwuchs gesetzt werden, sagte Hebich. Vielleicht entwickle sich auf diesem Platz ja ein Talent, das es zu größeren Erfolgen bringe, hoffte der OB. Auch wenn viel Geld investiert worden sei, sei dieses gut angelegt, betonte Hebich. Unter den Eröffnungsgästen seien sicher einige, die – wie Hebich nach eigener Aussage auch – noch auf den roten Plätzen gespielt und sich oftmals die Beine aufgerissen hätten, mutmaßte der OB. „Das war nicht schön, das war furchtbar.“ Heutige Eltern würden solche Plätze auch gar nicht mehr akzeptieren, meinte der Oberbürgermeister. Beigeordneter Bernd Knöppel freute sich über die (fast) genaue Punktlandung bei der Bauzeitlänge und dankte den beteiligten Firmen. Für die Planung war das Büro des Frankenthalers Matthias Braun verantwortlich, für die Bauausführung die Firma Schmidt aus Frankfurt. 18 Jugendmannschaften will der VfR in der kommenden Spielzeit melden. Mehr als bisher, weil man sowohl die sportlich ambitionierten Kicker als auch jene, die nur aus Freude spielen, im Verein halten will. Auch im Aktivenbereich hat der VfR Zuwachs zu verzeichnen – drei Herrenmannschaften sind am Start, die erste Mannschaft in der Bezirksliga, zwei in der C-Klasse. Die VT Frankenthal spielt mit ihrer Herrenmannschaft in der Fußball-B-Klasse, hat ein Damenteam und sieben Jugendteams im Rennen. In beiden Vereinen kicken zudem noch Alte Herren in sogenannten Ü-Teams.