Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Nach Straftaten: Polizei verstärkt Präsenz im Frankenthaler Metznerpark

Ärger um Ruhestörer im Metznerpark gab es bereits vor mehr als 20 Jahren. Doch nun haben Straftaten das Sicherheitsempfinden in
Ärger um Ruhestörer im Metznerpark gab es bereits vor mehr als 20 Jahren. Doch nun haben Straftaten das Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung negativ beeinflusst.

Zwei Straftaten innerhalb kurzer Zeit haben eine Debatte um die Sicherheit im Metznerpark entfacht. Die Polizei widerspricht der öffentlichen Wahrnehmung.

Wer sich in Frankenthal dieser Tage über den Metznerpark unterhält, der dürfte zu hören bekommen, dass sich Menschen zunehmend unsicher fühlen, wenn sie durch den Park laufen. Ein Eindruck, der sicher auch dadurch entsteht, weil sich dort regelmäßig Personen aufhalten, die von Passanten schnell als dubios eingestuft werden könnten. Befeuert haben dürften die Debatte um das Sicherheitsgefühl die Straftaten innerhalb kurzer Zeit auf dem Gelände. Am 15. Februar wurde ein 19-Jähriger am helllichten Tag Opfer eines Angriffs einer Gruppe von Männern. Diese schlugen mit einem Baseballschläger auf ihn ein und sollen auch ein Messer verwendet haben. Drei Tage später versuchte ein 14-Jähriger, ebenfalls mitten am Tag, eine Gruppe Jugendlicher auszurauben.

Die Stadt reagierte auf die öffentliche Debatte innerhalb kürzester Zeit und legte einen Zehn-Punkte-Plan vor, der eine höhere Sicherheit auf dem Areal gewährleisten soll. Ein Thema dabei war, dass innerhalb von zwei Wochen ein Lagegespräch mit der Polizei stattfinden soll. Bereits zu diesem Zeitpunkt hieß es, dass Beamte den Metznerpark bei Streifeneinsätzen priorisiert hätten.

Polizei kündigt koordinierte Kontrollen an

Am Mittwoch hat die Polizeiinspektion Frankenthal nun mit einer eigenen Pressemitteilung auf die jüngsten Ereignisse reagiert. Dabei widerspricht sie dem Glauben, der Park sei unsicher. „Die Fallzahlen sind insgesamt rückläufig, und auch im Metznerpark ist das tatsächliche Straftatenaufkommen, trotz der beiden Straftaten in den vergangenen Tagen, insgesamt unauffällig“, heißt es in der Mitteilung. Die Kriminalitätsentwicklung in Frankenthal zeige „seit Jahren einen positiven Trend“.

Das persönliche Sicherheitsempfinden könne durch kurzfristige Häufungen und die Berichterstattung darüber ein anderes sein, als die polizeiliche Kriminalstatistik dies hergibt. Weil man aber die Ängste der Bevölkerung „sehr ernst“ nimmt, will die Polizei nun trotzdem verstärkt im Metznerpark präsent sein. „Zum einen, um mögliche Straftaten zu verhindern, aber vor allem, um für die Menschen ansprechbar zu sein.“

Für die Zukunft kündigt die Inspektion außerdem „regelmäßig koordinierte Kontrollmaßnahmen“ in Zusammenarbeit mit dem kommunalen Vollzugsdienst der Stadt an. Ziel der Maßnahmen sei es „das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung weiter zu stärken und Straftaten zu verhindern“.

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