Frankenthal
Mountainbike-Gelände: Keine Lösung für alle
Mit selbstgebauten Anlagen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet hatten junge Skater und Mountainbiker im Frühjahr versucht, selbst einen Ort für ihr Hobby zu schaffen. Um eine verkehrssichere Alternative aufzubauen, hat die Stadtverwaltung begonnen, sich nach Grundstücken für eine Mountainbike-Anlage umzuschauen. In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Planen und Bauen und dem städtischen Kinder- und Jugendbüro haben sich laut Sozialdezernent Bernd Leidig (SPD) acht Grundstücke herauskristallisiert, die für eine solche Anlage in Frage kommen.
Um Vor- und Nachteile dieser Gelände zu besprechen, kamen am vergangenen Donnerstag 18 Personen aus verschiedenen Interessengruppen zu einem Gespräch im Kinder- und Jugendbüro zusammen: jugendliche Skater und Mountainbiker sowie deren Eltern aus dem Pilgerpfad und dem Ziegelhofgebiet sowie Vertreter der Vereine Pfalzbiker und VfR Frankenthal. Letzterer überlegt, eine eigene Mountainbike-Abteilung zu gründen und einen Parcours nahe des Ostparkstadions zu bauen.
Unterschiedliche Ansprüche
Es habe sich aber gezeigt, dass die Ansprüche der verschiedenen Gruppen je nach Alter und sportlicher Ausrichtung zu unterschiedlich seien, um eine Anlage für alle zu bauen, berichtete Leidig am Mittwoch im Jugendhilfeausschuss der Stadt. „Das soll aber nicht ausschließen, dass ein Mountainbike- und ein Skatergelände gemeinsam platziert werden können“, sagte der Beigeordnete. Es würde sich dennoch eher anbieten, die Gruppen getrennt voneinander zu bearbeiten und herauszufinden, was die Jugendlichen brauchen.
Daniel Kühner (CDU) sprach sich dafür aus, die Gruppe aus dem Ziegelhof separat zu betrachten und für sie mit dem nahegelegenen VfR zu einer schnelleren Lösung zu kommen. Er lobte auch die Gesprächsbereitschaft der jungen Skater und Biker: „Es ist ermutigend zu sehen, dass sie so selbstbewusst ihre Anliegen vortragen.“ Seiner Ansicht nach sollte es „zeitnah weitergehen, um die Jugendlichen bei der Stange zu halten“.
Mit der professionellen Moderation, die das Gespräch leitete, habe man gute Erfahrungen gemacht, teilte Leidig mit. „Wir erhoffen uns davon eine Beschleunigung des Prozesses und eine höhere Verbindlichkeit“, sagte Michael Krauß, der Leiter des Kinder- und Jugendbüros. Denn auch die Konflikte vor Ort würden immer größer.