Frankenthal
Kritik an Corona-Politik: 60 Teilnehmer bei Mahnwache
Dass die Impfpflicht nach der negativen Entscheidung im Bundestag endgültig vom Tisch ist, bezweifelten Redner am Samstag. Ein Redner bedauerte das Votum, weil eine Impfpflicht seiner Ansicht nach den Widerstand befeuert hätte. „Wir haben nur einen kleinen Sieg errungen. Die große Schlacht steht uns noch bevor“, rief er am Mikrofon. Die Zahl der Impfgeschädigten explodiere. Das werde von den Verantwortlichen jedoch verschwiegen, so ein anderer Teilnehmer.
Auch wenn das Motto der Versammlung sich insbesondere gegen die Einschränkungen der Grundrechte durch eine mögliche Impfpflicht wandte, so war es doch ein buntes Sammelsurium an Reden, die am Samstag auf dem Rathausplatz gehalten wurden. Eine Rednerin meinte, die Einschränkungen in Altersheimen und Krankenhäusern seien zu stark gewesen. Der Mund-Nasen-Schutz sei ein Symbol der Unterdrückung. Die Pandemie sei eine klassische Massenhysterie, bei der die Mehrheit der Bevölkerung nicht verstehe, was passiere.
Die Mainstream-Medien, die für die Freiheit der Menschen in der Ukraine sofort Partei ergriffen, für die Menschen im eigenen Land aber nicht, sowie die „unfähigen Politiker“ waren in einigen Reden Ziel der Angriffe. Politiker hätten „eine sadistische Freude“ daran, die Menschen in die Irre zu führen. Oft zu hören war: Alles sei einem großen Ziel – dem „Great Reset“ (der großen Neuordnung) – untergeordnet. Hinter der „angeblichen Pandemie“ stecke eine Wirtschaftselite , die ihre eigenen Ziele verfolge.