Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Kita St. Ludwig: Katharina Ruppert übernimmt Leitung

Übernimmt in Frankenthal die Verantwortung für 75 Kinder: Katharina Ruppert leitet künftig die Kita St. Ludwig.
Übernimmt in Frankenthal die Verantwortung für 75 Kinder: Katharina Ruppert leitet künftig die Kita St. Ludwig.

Wenn die Mädchen und Jungen nach der Sommerpause am Montag die Kindertagesstätte St. Ludwig wieder mit Leben erfüllen, werden sie sich ebenso wie die Erzieherinnen und Eltern an ein neues Gesicht gewöhnen müssen. Katharina Ruppert übernimmt als Nachfolgerin von Karin Wieder die Leitung der katholischen Einrichtung in der Westlichen Ringstraße.

„Ich freue mich sehr auf die Arbeit mit den Kindern und den Kolleginnen“, hebt die Sozialpädagogin im Gespräch mit der RHEINPFALZ hervor. Gerade erst mit ihrer Familie von einem Verwandtenbesuch in den USA zurückgekehrt, sieht sie dem Beginn eines neuen Abschnitts in ihrem Berufsleben mit Spannung entgegen. Der großen Herausforderungen, die als Führungskraft auf sie warten, ist sie sich sehr wohl bewusst. Bisher war sie in einer zweigruppigen Kita tätig, in Frankenthal trägt sie künftig für 75 Kinder Verantwortung.

Katharina Ruppert setzt auf Teamarbeit und bemüht das Bild, dass alle gemeinsam im Boot sitzen und so auch unvermeidbaren Stürmen besser trotzen können. Dabei erweist sich ihre aufgeschlossene und zugewandte Wesensart als Gewinn für die Einrichtung. „Meine Bürotür war bisher nie zu“, unterstreicht sie. Am wohlsten fühle sie sich, wenn sie ein Kind auf dem Schoß halten dürfe. Die Einrichtung näher kennenlernen und mit den Eltern ins Gespräch kommen – darauf will sie sich in der Anfangsphase verstärkt konzentrieren.

Büroarbeit am Nachmittag

Ihr vorläufiger Plan sehe vor, sich vormittags ihrer Gruppe zu widmen und die Büroarbeiten in den Nachmittagsstunden zu erledigen. Dabei liegt es ihr fern, das Konzept der Einrichtung total umzukrempeln. „Ich weiß, dass meine Vorgängerin mit ihrem Team sehr gute Arbeit geleistet hat“, macht Ruppert deutlich. Die Zertifizierung der Einrichtung als eine der ersten im Bistum Speyer kam schließlich nicht von ungefähr.

In ihrer bisherigen beruflichen Vita war die in Ludwigshafen-Maudach bei der Großmutter aufgewachsene Pädagogin stets einer einzigen konfessionellen Einrichtung treu: der katholischen Kindertagesstätte St. Gallus im Stadtteil Friesenheim. Dort absolvierte sie nach ihrer Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin an der katholischen Marienschule in Speyer ihr Anerkennungsjahr, dort bekam sie nach ihrer Elternzeit eine Festanstellung, dort übernahm sie vor fünf Jahren die Leitung der Einrichtung. Dazwischen hatte es – was heute kaum mehr vorstellbar ist – eine Übergangsphase gegeben, in der Erzieherstellen Mangelware waren. Katharina Ruppert machte sich kurzerhand selbstständig und betreute fremde Kinder im eigenen Haus.

Söhne bei DLRG aktiv

Wie kam es zum Wechsel nach Frankenthal? Die 40-Jährige war durch die Ausschreibung auf die freiwerdende Leiterstelle in der Kita St. Ludwig aufmerksam geworden und sowohl von Freunden als auch von der Familie ermutigt worden, sich zu bewerben. Dieser Schritt fiel ihr nicht ganz so schwer, weil der gravierende Personalmangel in Ludwigshafen zunehmend an ihrem Nervenkostüm zehrte. Umso überraschter und glücklicher war sie, von der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit den Zuschlag zu erhalten und in die Fußstapfen der Ruheständlerin Karin Wieder treten zu dürfen. Zumal sie bei Bedarf auf deren fachkundigen Rat bauen kann.

Die bisher relativ lose Beziehung zu Frankenthal wird sich für Katharina Ruppert, die seit 2003 verheiratet ist und in Edigheim wohnt, berufsbedingt intensivieren. Ihre beiden Söhne – 14 und 17 Jahre alt – haben bereits Vorarbeit geleistet und den Weg in die Nachbarstadt gefunden. Als ausgesprochene „Wasserratten“ gehören sie der Ortsgruppe Frankenthal der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) an.

Freizeit mit Familie

„Ich bin ein absoluter Familienmensch“, sagt die neue Kita-Chefin von sich selbst. So verbringt sie denn auch einen Großteil ihrer Freizeit mit Ehemann und Kindern – vorzugsweise bei ausgedehnten Spaziergängen oder Wanderungen im Pfälzerwald. Auch schätzt sie die Geselligkeit im Kreis guter Freunde, die wiederum die Kochkünste im Hause Ruppert zu schätzen wissen. Und wenn nicht gerade ein Verwandtenbesuch in Amerika ansteht, zieht es die Familie zum Strandurlaub in den sonnigen Süden.

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