Kommentar
Keine Angst

Als Timo Schmietenknop vor ein paar Jahren den Schläger an den Nagel hing und als Trainer an die Seitenlinie wechselte, fragten sich viele: Und jetzt? Wie geht es mit der TG weiter? Wer soll die Tore schießen? Wer soll das Team auf dem Platz führen? Eine dieser Persönlichkeiten war Johannes Gans, der die Mannschaft in der Halle auch wieder in die Erste Bundesliga zurückführte. Die TG hat damals gezeigt, was im Kollektiv alles möglich ist.
Jetzt ist wieder das Kollektiv gefragt. Und zwar in der entscheidendsten Disziplin: dem Toreschießen. Ein potenzieller Torschützenkönig ist auf den ersten Blick nicht im Kader. Doch das muss auch gar nicht der Anspruch sein. Das Ziel heißt Klassenverbleib. Und um das zu erreichen, muss die TG nicht jeden Gegner 6:0 vom Platz schießen. Ein dreckiges 1:0 tut’s da auch mal.
Spieler kommen, Spieler gehen. Das ist nun mal das Wesen im Mannschaftssport. Damit muss das Team zurechtkommen. Klar, der Abgang von Gans und auch das Fehlen von Lauritz Fuchs wiegen erst mal schwer. Es ist aber auch gleichzeitig eine Chance für Spieler, die gerne mehr Minuten auf dem Feld gehabt hätten, zu zeigen, dass sie diese verdienen. Einige können diese Situation nutzen, um den nächsten Schritt in der Entwicklung zu machen. Wenn die Spieler die Lage als Chance begreifen, muss man um die TG 21/22 keine Angst haben.
