Frankenthal
Im Winter Salz streuen? Warum das in Frankenthal verboten ist
Wer in Frankenthal im Winter die Gehwege und Straßen mit Salz streut, sollte wissen: Für Privatpersonen ist der Einsatz von Streusalz grundsätzlich verboten. Das ist in der Straßenreinigungssatzung geregelt. Stattdessen müssen Bürgersteige oder Fußgängerüberwege mit sogenannten abstumpfenden Mitteln wie Sand, Granulat, Asche oder Sägemehl gestreut werden; Eis ist aufzuhacken und zu beseitigen.
Ausnahmen sind ausdrücklich nur in eng begrenzten Fällen zulässig, wie die Stadt mitteilt: etwa bei Eisregen, wenn Sand und Co. keine ausreichende Wirkung erzielen. Außerdem an besonders gefährlichen Stellen, zum Beispiel an Treppen, Rampen, Brückenauf- und -abgängen sowie auf Strecken mit starkem Gefälle oder Steigung.
Nur so viel Streusalz wie notwendig
Auch dann gilt aber: Streusalz darf nur in dem unbedingt notwendigen Umfang eingesetzt werden. „Eine generelle Lockerung oder Aufhebung des Streusalzverbots – wie sie beispielsweise in anderen Städten zeitweise erfolgt – kann ausschließlich durch die Stadt Frankenthal in besonderen Situationen beschlossen werden“, informiert die Verwaltung. Hamburg hat etwa in dieser Woche das Streusalzverbot angesichts vieler vereister Flächen für Privatpersonen vorübergehend aufgehoben.
Hintergrund des Verbots ist vor allem der Umwelt- und Gewässerschutz. Streusalz kann Boden, Pflanzen und Tiere schädigen und langfristig das Grundwasser belasten. Zusätzlich greift Salz laut der Stadt Straßenbeläge, Bauwerke und Fahrzeuge an. Ein weiteres Problem: Streusalz wird häufig unsachgemäß und in zu großen Mengen verwendet – dadurch verstärken sich die negativen Auswirkungen. Deshalb ist Salz in der Straßenreinigungssatzung nur als letztes Mittel für besondere Gefahrensituationen vorgesehen.
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EWF nutzt Streusalz an gefährlichen Stellen
Beim städtischen Winterdienst, für den der Eigen- und Wirtschaftsbetrieb Frankenthal (EWF) zuständig ist, kommt Streusalz daher nur dort zum Einsatz, wo es aus Gründen der Verkehrssicherheit erforderlich ist – etwa an besonders gefährlichen Stellen oder bei extremen Wetterlagen.
Salzhaltiges Tauwasser wird nach Angaben der Stadt auf befestigten Flächen überwiegend über die Kanalisation abgeleitet, sodass es als Abwasser behandelt wird. Um nicht gelöste Salzreste kümmert sich nach der Schneeschmelze die Straßenreinigung und entsorgt sie ordnungsgemäß.