Frankenthal
Hochwasser-Spendenaktion: 6250 Euro in vier Stunden
„Die Leute waren so großzügig“, freut sich Künstlerin Nicoleta Steffan. Immer wieder seien große Scheine in die zehn Spendenboxen gesteckt worden. Elf Künstler aus der Region hatten 85 Werke zur Verfügung gestellt, etwa 30 davon seien am Samstag auf dem Rathausplatz verkauft worden. Die Preise reichten dabei von 15 bis 350 Euro pro Stück. Etwa 3500 Euro seien allein dadurch zusammengekommen. „Die Künstler haben ihre Arbeiten bewusst für den guten Zweck günstiger angeboten“, betont Steffan, die in Frankenthal unter anderem für die Leerstandsaktion „Art in the City“ verantwortlich zeichnet. Was am Samstag keinen neuen Besitzer fand, wird noch für zwei Wochen in der Ladengalerie in der Speyerer Straße (ehemals Juwelier Geiger) ausgestellt und kann dort erworben werden.
Sänger Willi Brausch (Dubbeglas-Brieder, 1. Frankenthaler Männerchor) und weitere musikalische Mitstreiter hätten die Passanten zum Verweilen animiert. „Die Kunst hätte nicht ohne Musik funktioniert – und umgekehrt“, sagt Steffan. Sie und Brausch wollen „möglichst bald“ weitere spontane Aktionen startet. „Die Spendenbereitschaft und die Anteilnahme am Schicksal der Menschen in der Hochwasserregion sind enorm“, sagt sie.
Sachspenden: Annahme noch vier Wochen
Das erlebt auch Einzelhändlerin Carmen Noppenberger, die vor einer Woche zu Sach- und Geldspenden aufgerufen hatte. „Jugendliche übergaben uns ihre intakten Fahrräder, Kinder brachten ihre Spielzeuge vorbei“, berichtet sie. Baumaterial, Toilettenpapier, Duschgel, Windeln, Tierfutter und Konserven, dazu eine ganze Kiste neuwertiger Schulranzen: Das alles lagere derzeit in der Turnhalle der DJK Schwarz-Weiss. Noch vier Samstage sollen von 15 bis 17 Uhr dort Spenden gesammelt werden. Danach wolle man, in Absprache mit Ansprechpartnern vor Ort im Kreis Ahrweiler, alles gezielt in die Hochwasserregion bringen. Dazu würden Firmen und Vereine aus Frankenthal Fahrzeuge zur Verfügung stellen.