Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Gymnasium, Realschule plus, IGS: Welche Schulart ist die richtige?

Das Kind fordern, aber nicht überfordern: Das zeichnet die passende Schule aus Sicht von Ursula Hengels aus dem Mainzer Bildungs
Das Kind fordern, aber nicht überfordern: Das zeichnet die passende Schule aus Sicht von Ursula Hengels aus dem Mainzer Bildungsministerium aus.

Die Interessen und Stärken des Kindes berücksichtigen, den Rat der Grundschule und die Informationsangebote der weiterführenden Schulen nutzen: Das empfiehlt Ursula Hengels, Grundschulreferentin im Mainzer Bildungsministerium, Eltern, die vor der Entscheidung über die künftige Schullaufbahn stehen.

Gymnasium, Realschule plus, Integrierte Gesamtschule: Nach der Grundschulzeit können Familien in Rheinland-Pfalz zwischen diesen Schulformen grundsätzlich frei wählen. Die Grundschulempfehlung, die mit dem Halbjahreszeugnis der vierten Klasse ausgestellt wird und anders als in anderen Bundesländern nicht bindend ist, gibt dafür aus Sicht der Bildungsexpertin Ursula Hengels wichtige Hinweise über Lern- und Arbeitsverhalten sowie Entwicklung des Kindes. „Nach unseren Erfahrungen gehen die Eltern sehr verantwortungsvoll mit den Empfehlungen um“, sagt Hengels. Wer unsicher sei, solle das Gespräch mit den Lehrern suchen. „Sie kennen das Kind sehr gut und können es einschätzen.“ Letztlich sei die geeignete Schule für das Kind diejenige, in der es sich gefordert, aber nicht überfordert fühlt.

Kind einbeziehen

Für die Entscheidung, welche Schulart passend ist, gibt Hengels einige Anhaltspunkte. Für einen erfolgreichen Besuch seien gute Noten in der Grundschule sowie Konzentrations- und Durchhaltevermögen gute Voraussetzungen. Mit ihren umfangreichen Bildungsangeboten, die theoretische und praxisbezogene Unterrichtsinhalte verbinden, stehe die Realschule plus für Durchlässigkeit und Aufstiegschancen. „Keine andere Schulart hat diese intensive berufsbezogene Ausrichtung“, sagt Hengels. Trotzdem seien die Stärken dieser vor etwas mehr als zehn Jahren eingeführten Schulform noch nicht so bekannt. Die IGS ermögliche Kindern, bei denen nach der vierten Klasse noch unklar sei, welche Schulart für sie gut geeignet ist, ein längeres gemeinsames Lernen und damit mehr Zeit für ihre Entwicklung.

Bei ihrer Auswahl der konkreten Schule sollten Eltern sich fragen: Was sind die Schwerpunkte, die mir wichtig sind? Gibt es ein besonderes pädagogisches Profil? Welchen ersten Eindruck vermittelt die Schule? Dabei sollte auch das Kind einbezogen werden.

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