Frankenthal Frankenthaler Soroptimisten: Engagement weit über den Adventskalender hinaus

Die neue Doppelspitze des Clubs: Gülcan Kircali (links) und Dagmar Weitzer (rechts). In der Mitte Wendula Theobald, zweite Vorsi
Die neue Doppelspitze des Clubs: Gülcan Kircali (links) und Dagmar Weitzer (rechts). In der Mitte Wendula Theobald, zweite Vorsitzende des Fördervereins.

Der Adventskalender der Frankenthaler Soroptimisten ist inzwischen eine Erfolgsgeschichte . Doch der Verein steht für viel mehr.

„Wir sind ein ehrenamtlicher Zusammenschluss von Frauen, die sich für Gleichstellung, Gleichberechtigung und Chancengleichheit einsetzen“, hebt Dagmar Weitzer im Gespräch mit der RHEINPFALZ hervor. Als Co-Präsidentin bildet sie zusammen mit Gülcan Kirgali die neue Doppelspitze des Clubs, der 1988 gegründet wurde und aktuell 38 Mitglieder zählt. Mit bis zu 15.000 Euro – resultierend aus dem Verkaufserlös des Adventskalenders und Spendengeldern – werden jährlich verschiedene Einrichtungen bedacht – wobei die finanzielle Abwicklung seit 2010 von dem als gemeinnützig anerkannten Förderverein übernommen wird.

„Aufgeteilt werden die Gelder zu 50 Prozent für lokale, 30 Prozent für regionale und 20 Prozent für internationale Projekte“, erläutert Schatzmeisterin Mechthilde Wieder-Fücks. So werden beispielsweise das Projekt „Sprachförderung mit Kinderbetreuung“ im Mehrgenerationenhaus und der Kurs „Stärken der Persönlichkeit durch Kreativität“ für sozial benachteiligte Kinder im Kunsthaus finanziert. Auch die musikalische Früherziehung in der Kita St. Ludwig wird durch Spenden des Clubs ermöglicht.

Unterstützung für Kinder- und Waisenheime in der Ukraine

Das Projekt „Amalie“ der Beratungsstelle der Diakonie in Mannheim wird von den Soroptimisten ebenso bedacht wie ein Mutter- und Kindheim in Monsheim. Gefördert werden auch Schulbaumaßnahmen in San Marco (Ruanda) und in Beaumont (Haiti). „Eines unserer Herzensprojekte ist die finanzielle Unterstützung zweier Kinder- und Waisenheime in Lemberg (Ukraine), damit dort psychologische und physische Reha-Maßnahmen durchgeführt werden können“, berichtet Dagmar Weitzer.

Und das nächste Herzensprojekt steht an: der Frankenthaler Adventskalender. „Er erscheint in diesem Jahr in der 16. Auflage und geht mit 3500 Exemplaren Ende Oktober in den Verkauf“, informiert Wendula Theobald, Vizevorsitzende des Fördervereins.

Sachpreise und Gutscheine verlost

Mit einem Einsatz von fünf Euro können rund 300 Sachpreise und Gutscheine im Gesamtwert von über 14.000 Euro gewonnen werden. Als Hauptpreis winkt ein mit etwa 750 Euro taxierter Goldbarren. Wendula Theobald sieht in dem Kalender auch einen Beitrag, um den Einzelhandel in Frankenthal zu stärken.

Es gibt eine ganze Reihe weiterer Aktionen und Projekte. Co-Präsidentin Dagmar Weitzer nennt beispielhaft die „Orange Days“ im November, an denen über das Hilfstelefon für Frauen in Not informiert wird. Ferner die Menschenrechtstafel, die alljährlich bei einer Feierstunde im Dezember an eine Frankenthaler Schule oder Bildungseinrichtung überreicht wird.

„Wir richten unseren Fokus verstärkt auf Bildung und Erziehung“, unterstreicht Brunhilde Fiege, Vorsitzende des Fördervereins. Sie verweist auf ein aktuelles Projekt für Grundschulmädchen mit Migrationsgeschichte, für die in Kooperation mit dem Club in Ludwigshafen an der Gräfenauschule im Hemshof Hausaufgabenhilfen angeboten werden. Erste positive Entwicklungen seien bereits erkennbar. Ein ähnliches Angebot mit dem Titel „Ich reiche dir meine Hand“ wollen die Soroptimisten auch in Frankenthal auf die Beine stellen. Hierfür suchen sie Ehrenamtliche, die in Grundschulen Kindern die deutsche Sprache vermitteln.

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