Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Digitales ersetzt Debatte nicht

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Die Landtagswahl 2021 – das war Demokratie in einer Art Ausnahmezustand: mal okay, aber wirklich nichts für immer.

Was so ein Wahlkampf in Pandemiezeiten nicht so alles an Skurrilitäten produziert hat: Stimmenfang per Videoschalte oder Infostände „to go“. Aber das Werben um politische Unterstützung beim Bürger – das ist doch eigentlich Kontaktsport, Auseinandersetzung mit anderen Meinungen und Konzepten, Diskussion unter direkten Konkurrenten. Alles was Demokratie und den ihr eigenen politischen Wettbewerb so spannend mach, das gab es dieses Mal bei der Landtagswahl 2021 nicht. Und ganz ehrlich: So macht es weder Spaß noch besonders großen Sinn. Letztlich hat sich doch vieles auf die Gesichter reduziert, die uns am Straßenrand seit Januar von den Plakaten anschauen.

Insofern fällt die Analyse der Ergebnisse für Frankenthal schwer. Es gibt keinen Ausreißer wie vor fünf Jahren die AfD mit ihren unglaublichen 18 Prozent aus dem Stand. Die waren damals auch Ausdruck davon, dass viele Frankenthaler den etablierten Kräften nicht mehr vertraut, sich vielleicht auch nicht mehr verstanden gefühlt haben. Dass es dieses Mal anders gekommen ist, darf die Kommunalpolitiker nicht einlullen. Wenn die Pandemie hoffentlich bald der vielbeschworenen neuen Normalität weicht, dann heißt es wieder raus auf dem Marktplatz: fragen, reden. Und vor allem: zuhören.

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