Frankenthal Besuche im Rathaus auch wieder ohne Termin möglich

Die Personalien von Besuchern werden weiterhin festgehalten, um Kontakte im Fall einer möglichen Corona-Infektion nachverfolgen
Die Personalien von Besuchern werden weiterhin festgehalten, um Kontakte im Fall einer möglichen Corona-Infektion nachverfolgen zu können.

Frankenthaler können ab sofort auch wieder Behördengänge erledigen, ohne vorher telefonisch oder online einen Termin zu vereinbaren. Am Haupt- und am Seiteneingang des Rathauses gibt es laut Verwaltung einen Empfang mit jeweils zwei Anlaufstellen: für Bürger mit und ohne Termine. Letztere müssten eine Nummer ziehen – und mit Wartezeiten rechnen.

Was Anfang Juni bei damals geringeren Infektionszahlen als aktuell in der Verwaltung noch skeptisch betrachtet wurde, ist nun offenbar möglich: Die Stadt senkt die Hürden für spontane Erledigungen in ihren Dienstgebäuden. Wer möchte, kann wieder ohne zuvor ausgemachten Termin kommen, muss aber unter Umständen länger warten. Davor warnt die Stadt in ihrer Pressemitteilung an mehreren Stellen und empfiehlt deshalb weiter den Weg über ihr Onlineportal: frankenthal.de/onlinetermin.

Vor und in den Gebäuden gelten den Angaben zufolge weiterhin Regeln zum Schutz vor möglichen Ansteckungen mit dem Coronavirus: Die Menschen müssen einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen – eine OP-Maske oder eine Maske der Standards KN95/N95 oder FFP2. Gefordert sei zudem, Abstand zu anderen Besuchern zu halten und Gruppenbildung zu vermeiden.

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Formular oder Luca-App

Im Rathaus werde der Zugang an zwei Stellen geregelt: am Haupteingang und am barrierefreien Seiteneingang. Dort würden auch Daten für eine mögliche Kontaktnachverfolgung aufgenommen. Die Bürger haben die Wahl zwischen Papierformular oder der digitalen Variante per Luca-App. Am Empfang im Rathaus können die Bürger zunächst vorsprechen, um zu klären, wo ihr Anliegen bearbeitet wird. Das sei auch notwendig bei fixen Terminen. Grundsätzlich gelten diese Regelungen so oder so ähnlich auch für Verwaltungsgebäude wie das im Neumayerring. Dort können sich Besucher per Klingelanlage zur ausgemachten Zeit anmelden oder nach einem Spontantermin fragen.

Am Service der Kfz-Zulassungsstelle in der Hammstraße hatte es in den zurückliegenden Monaten viel Kritik gegeben. Und aus der Mitteilung der Stadt ist herauszulesen: Sehr viel besser wird das in der kommenden Zeit nicht. Aktuell komme es „zu längeren Wartezeiten“. Kontakt mit der Abteilung könne per E-Mail an zulassung@frankenthal.de oder telefonisch unter der Nummer 06233 89-307 aufgenommen werden. Aber: „Wenn die Mitarbeiter im Kundengespräch sind, ist keine telefonische Beratung möglich. Aktuell werden neue Mitarbeiter eingearbeitet“, heißt es mit Blick auf den zuletzt herrschenden Personalengpass.

Sechs Wochen ausgebucht

Vor Ort gibt es Warteschlangen für Besucher mit und ohne Termin. Die Letztgenannten müssen eine Nummer ziehen. Deren Anzahl und damit auch die Kapazitäten für „Laufkundschaft“ würden aber begrenzt und wechselten täglich. Für die Zulassungsstelle schränkt die Verwaltung außerdem ihre Empfehlung zur Online-Terminvereinbarung ein: Die nächsten sechs Wochen seien größtenteils schon verplant.

Eine weitere wichtige Anlaufstelle für Frankenthaler ist der Bürgerservice, wo beispielsweise Reisepässe und Personalausweise beantragt werden können. Hier läuft der Betrieb laut Mitteilung der Stadt ab sofort so: Besucher mit Termin werden von Verwaltungsmitarbeitern im Foyer des Rathauses ausgerufen. Für alle anderen steht dort ein elektronischer Ticketschalter, an dem sie eine Nummer bekommen.

Raumnummer am Empfang

Selbes Prinzip auch beim Standesamt: Kunden, die dort bereits einen Termin haben, werden vom Empfang im Rathaus zur entsprechenden Zimmernummer geschickt. Leute ohne Termin müssen zum Wartebereich beim Standesamt. Das will die Stadt aber offenbar – so gut es geht – vermeiden. „Fast alle Dienstleistungen sind mit einer telefonischen Terminvereinbarung unter 06233 89-888 einfacher und ohne Wartezeit zu bearbeiten“, betont die Pressestelle in ihrer Übersicht zu einzelnen Bereichen. Sie nennt Beispiele: frisch gebackene Väter, die ihr Kind anmelden wollten, oder Bestatter in Sterbefällen.

Auch hier gibt es den Rat, sich online mit einem Mitarbeiter zu verabreden, etwa für Kirchenaustritte oder die Anerkennung einer Vaterschaft. Paare, die heiraten möchten, könnten sich per E-Mail an standesamt@frankenthal.de informieren. Trautermine seien derzeit bis 1. März 2022 verfügbar. Manches lasse sich im Amt spontan erledigen, Vorgänge rund um Fragen der Staatsangehörigkeitsanliegen würden aber, wie bisher, nur mit Termin bearbeitet – Kontakt: Telefon 06233 89-487.

Hochzeiten fallen zwar ganz klar nicht unter die Kategorie Spontantermin, Regeln gibt es aber auch für diesen Anlass: „Für Hochzeitsgesellschaften gilt die 3-G-Regel“, erklärt die Stadt. Das Brautpaar treffe sich mit den aktuell bis zu sechs erlaubten Gästen, für die es keine Beschränkung auf den Familienkreis oder bei der Anzahl der erlaubten Haushalte mehr gibt, am Seiteneingang. Die Standesbeamtin hole die Gruppe ab und kontrolliere vor Ort, ob alle geimpft, genesen oder getestet sind. Akzeptiert würden nur offizielle Nachweise einer Teststelle und keine Selbsttests.

Öffnungszeiten

  • Empfangsschalter im Rathaus: Montag bis Mittwoch, 8 bis 16 Uhr; Donnerstag, 8 bis 18 Uhr, Freitag, 8 bis 12.30 Uhr. Zwischen 12 und 14 Uhr soll der Seiteneingang genutzt werden.
  • Bürgerservice: montags und dienstags, 8 bis 12 und 14 bis 16 Uhr; mittwochs, 8 bis 14 Uhr; donnerstags, 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr (Annahmeschluss: 17.45 Uhr); freitags , 8 bis 12.30 Uhr.
  • Alle Zeiten auch im Internet unter www.frankenthal.de/offen.
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