Ludwigshafen
Bereits rund 13.000 Euro auf Spendenkonto für Rückholaktion von Champion 500
Ja, es gab sie einmal, eine Autofabrik in Ludwigshafen, genauer in der Industriestraße in Friesenheim. Zuerst wurde dort der Champion 400, ein Zweisitzer, dann auch der Viersitzer Champion 500 gebaut. Letzterer, der angeblich letzte fahrbereite dieser Art, soll nun zurückgeholt werden in die Pfälzer Heimat. Aktuell gehört das gute Stück noch einem Berliner.
„Bis Ostern wird der Champion 500 in der Hauptstelle der Sparkasse Vorderpfalz ausgestellt, danach haben wir als nächste Station die Rhein-Galerie als Ausstellungsort bereits sicher, das ist mit dem Center-Management schon vereinbart“, freut sich Christian Wahl, mit Christian Steiger und Mathias Berkel einer der Initiatoren, die den Oldtimer mit Spenden zurück nach Ludwigshafen holen wollen.
Und so steht neben dem Auto im Foyer ein großes Sparschwein, das Kunden der Sparkasse und Besucher der Ausstellung gerne füttern dürfen. In dort ausliegenden Flyern sei auch ein Spendenkonto verzeichnet, berichtet Wahl. Geschmückt worden sei das Foyer zudem mit weiteren 50er-Jahre-Accessoires.
Spender können namentlich erwähnt werden
Rund 13.000 Euro, somit etwa ein Drittel der benötigten 39.500 Euro für die Rückholaktion, sind nach Auskunft von Wahl bereits auf dem Spendenkonto eingegangen. Schon fix sei ebenfalls, dass das Fahrzeug im neuen Stadtmuseum ausgestellt werden soll, das nach aktueller Planung im Jahr 2026 eröffnet werden soll, berichtet Wahl. Jeder Spender ab 200 Euro soll dort namentlich erwähnt werden, falls er das möchte. Die Leiterin des Stadtmuseums, Regina Heilmann, war bei der Ausstellungseröffnung bei der Sparkasse Vorderpfalz ebenso vertreten wie zwei Zeitzeugen.
Die Berichte von Hermann Zähringer, Sohn der Familie, in deren Werkstatt das Auto einst gebaut wurde, und Dieter Neef, der sich mit 21 Jahren den Champion 500 gekauft habe, seien für ihn beeindruckend gewesen, sagt Christian Wahl. Die Initiatoren der Rückholaktion würden sich freuen, wenn sich weitere Zeitzeugen melden. Weitere Aktionen seien geplant, beispielsweise ein Fotoshooting mit Kindern vor dem Auto.
Die Ära des Autobaus in der Rheinischen Automobilfabrik in Friesenheim war nur kurz: Im März 1952 beginnt die Produktion des Champion 400, ein Zweisitzer, auf dem Gelände der früheren Anhängerfabrik Zähringer. Im Oktober des gleichen Jahres wird der Champion 500G, ein Viersitzer-Kombi mit Holzaufbau, vorgestellt. Im November 1954 ist die Firma zahlungsunfähig.
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Weitere Information zum Auto und zur Spendenaktion im Internet unter www.champion500.de.