Filmtipps RHEINPFALZ Plus Artikel Bei diesen Streifen kommen Sportfans auch während der Corona-Krise auf ihre Kosten

Das Wunder von Lake Placid 1980: Die USA jubeln.
Das Wunder von Lake Placid 1980: Die USA jubeln.

Kein Live-Sport im Fernsehen? Kein Problem. Die RHEINPFALZ-Redaktion hat eine Auswahl der besten Sportfilme zusammengetragen, um die Zeit ohne Fußball und Co. zu überstehen. Vor allem im Eishockey ist da einiges geboten. In „Miracle“ geht es um das Wunder von Lake Placid bei den Olympischen Spielen 1980. Die Kufenflitzer bieten auch Action, Komik und kindgerechte Unterhaltung. In anderen Sparten treten Oscar-Preisträger auf.

Eishockey

Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) hat die Saison abgebrochen, die NHL in Nordamerika hat den Spielbetrieb unterbrochen, die WM in der Schweiz ist abgesagt. Aber die Jagd nach dem Puck diente schon als Aufhänger für zahlreiche Hollywoodfilme. Kultstatus hat der Streifen „Schlappschuss“ erreicht. Die fiktiven Charlestown Chiefs mit Spielertrainer Reggie Dunlop (Paul Newman) stehen kurz vor der Pleite. Doch dann stoßen die Hanson-Brüder zum Team. Sie sammeln Strafzeiten ohne Ende und sorgen dafür, dass die Chiefs gewinnen. Der Film zog leider zwei weniger gelungene Fortsetzungen nach sich.

Die DVD-Dreier-Box kostet etwa zwölf Euro.

Für eine der größten Sportsensationen aller Zeiten sorgte das Eishockey-Team der USA bei den Olympischen Spielen 1980 in Lake Placid. Das Team von Trainer Herb Brooks bestand damals nur aus College-Spielern, hatte in der Finalrunde gegen die übermächtige Sowjetunion eigentlich keine Chance, nutzte sie aber, jubelte am Ende entgegen aller Wahrscheinlichkeit und gewann danach auch Gold. Trainerlegende Brooks wird in „Miracle – Das Wunder von Lake Placid“ verkörpert von Kurt Russell. Zur Mannschaft gehörte damals auch Dave Silk, der später beim Mannheimer ERC die Schlittschuhe schnürte. Er wird gespielt von Bobby Hanson. Viel Tiefgang darf man nicht erwarten. Die Eishockeyszenen sind aber top.

Die DVD kostet etwa elf Euro, im Streamingdienst Amazon Prime kostet der Film 9,99 Euro.

Apropos wenig Tiefgang: Das ist auch bei „Sudden Death“ der Fall. Dafür bietet der Film mit dem Belgier Jean-Claude Van Damme („Universal Soldier“, „Timecop“) solide Action rund um das entscheidende Finalspiel um den Stanley Cup in der nordamerikanischen Profiliga NHL zwischen den Pittsburgh Penguins und den Chicago Blackhawks. Schurken nehmen den Vizepräsidenten der USA in seiner Loge als Geisel. Hausmeister Darren McCord (Van Damme), ein ehemaliger Feuerwehrmann, setzt alles daran, ihn zu retten. Eishockey-Nostalgiker kommen auf ihre Kosten, da der Film in der mittlerweile abgerissenen Civic Arena (später Mellon Arena) in Pittsburgh spielt.

Die DVD kostet rund sieben, die Blu-ray etwa neun Euro.

Rechtsanwalt Gordon Bombay (Emilio Estevez) muss in „Mighty Ducks – Das Superteam“ 500 Stunden gemeinnützige Arbeit als Jugend-Eishockeytrainer leisten. Doch sein Team ist eine Loser-Truppe. Vorerst. Bombay macht aus dem Haufen die Ducks und mischt mit ihnen die Junioren-Meisterschaft von Minnesota auf. Das Ende ist klar. Unterhaltsam ist der Streifen trotzdem. Das gilt mit Abstrichen auch für die zwei Fortsetzungen. Nach dem Filmteam sind die echten Anaheim Ducks aus der NHL benannt.

Die DVD-Box kostet etwa 46 Euro.

Rugby

Wie in „Gegen jede Regel“ dreht sich auch im Rugby-Film „Invictus“ (Regie: Clint Eastwood) alles um Rassengegensätze. Nach dem Ende der Apartheid haben in Südafrika Weiße und Schwarze unter dem neuen Präsidenten Nelson Mandela (Morgan Freeman) noch nicht zueinander gefunden. Mandela überzeugt den weißen Teamkapitän Francois Pienaar (Matt Damon), dass ein erfolgreiches Abschneiden des Nationalteams Springboks bei der Heim-WM 1995 die Bevölkerungsgruppen am ehesten zueinander finden lässt. Am Ende wird Südafrika Weltmeister.

Kosten: DVD 6,65 Euro, Blu-ray 8,36 Euro.

Poolbillard

1961 hatte Paul Newman im Film „Haie der Großstadt“ schon einmal den Poolbillard-Spieler Fast Eddie Felson verkörpert. Für die Fortsetzung „Die Farbe des Geldes“ gewann er 1986 den Oscar als bester Hauptdarsteller. 25 Jahre lang hatte Fast Eddie keinen Queue mehr in der Hand, bis er das junge Talent Vincent Lauria (Tom Cruise) entdeckt und fördert. Nach einem Streit melden sich beide zu einer Billard-Meisterschaft in Atlantic City – und treffen dort natürlich aufeinander.

Kosten: DVD 7,99 Euro, Blu-ray 5,37 Euro.

Motorsport

Der Kampf um die Formel-1-Weltmeisterschaft 1976 bildet die Rahmenhandlung von „Rush“. Auf der einen Seite der analytische und auf Erfolg fixierte Niki Lauda (Daniel Brühl), auf der anderen Lebemann James Hunt (Chris Hemsworth). Die beiden liefern sich auf den Rennstrecken der Welt ein erbittertes Duell um jeden Zentimeter, schätzen sich aber abseits der Piste. Lauda steigt nur wenige Wochen nach seinem Horror-Crash auf dem Nürburgring wieder ins Rennauto, aber Hunt wird Weltmeister.

Die DVD kostet knapp sechs, die Blu-ray etwa neun Euro.

Morgan Freeman mimt in „Invictus“ Nelson Mandela, den ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas nach der Apartheid.
Morgan Freeman mimt in »Invictus« Nelson Mandela, den ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas nach der Apartheid.
Daniel Brühl verkörpert den dreifachen österreichischen Formel-1-Weltmeister Niki Lauda in „Rush“.
Daniel Brühl verkörpert den dreifachen österreichischen Formel-1-Weltmeister Niki Lauda in »Rush«.
 Tom Cruise spielt in „Die Farbe des Geldes“.
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