Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel BASF verkauft Wohnungen: 500 Frankenthaler Mieter betroffen – OB meldet sich

Der Verkauf von BASF-Wohnungen in Frankenthal ruft die Stadt auf den Plan. Sie prüft ein mögliches Engagement der Wohnungsbauges
Der Verkauf von BASF-Wohnungen in Frankenthal ruft die Stadt auf den Plan. Sie prüft ein mögliches Engagement der Wohnungsbaugesellschaft.

Die Nachricht, dass die BASF-Tochter Bauen + Wohnen 4400 Wohnungen verkaufen will, betrifft auch Frankenthal. OB Nicolas Meyer hat sich zu Wort gemeldet.

[Aktualisiert 16.30 Uhr] Die BASF-Tochter Bauen + Wohnen GmbH will 4400 Wohnungen loswerden, so schnell wie möglich. Die Nachricht vom Montag dürfte für Aufregung unter den betroffenen 10.000 Mietern gesorgt haben. Der überwiegende Teil davon lebt zwar in Ludwigshafen. Doch auch Frankenthal wird von dieser Entscheidung berührt.

Laut der BASF-Tochter soll es sich um rund 200 Wohnungen mit 500 betroffenen Mietern im Stadtgebiet handeln. Ein Teil davon befindet sich im Bereich des Carl-Bosch-Rings. Es handele sich ungefähr zur Hälfte um umgewandelte Eigentumswohnungen und zur anderen Hälfte um Mietwohnungen, die als Gesamtpaket veräußert werden sollen. Überwiegend seien dies Mehrfamilienhäuser, die in den 1960er-Jahren selbst durch die BASF gebaut wurden.

Springt die Wohnungsbaugesellschaft ein?

Oberbürgermeister Nicolas Meyer (FWG) reagierte am Tag nach der Verkündung mit einer eigenen Stellungnahme. „Ein möglicher Eigentümerwechsel darf nicht zu Unsicherheit für die betroffenen Mieterinnen und Mieter führen. Wohnen ist ein Grundbedürfnis und darf nicht zum Unsicherheitsfaktor werden“, sagte er darin. Meyer kündigte an, die Stadt Frankenthal in mögliche Lösungswege der Situation einzubringen. „Unser Ziel ist es deshalb, tragfähige und sozial ausgewogene Lösungen zu finden.“

Es werde geprüft, ob die Frankenthaler Wohnungsbaugesellschaft „in einen möglichen weiteren Prozess eingebunden werden kann“. Die Baugesellschaft Frankenthal (Pfalz) GmbH ist derzeit im Besitz von hauptsächlich 1.903 Mietwohnungen im Stadtgebiet. Die Stadt Frankenthal hält 25 Prozent Anteile an der GmbH, die Hauptanteile hält die Stadtwerke Heidenheim Wärmeservice GmbH. OB Meyer argumentiert, dass es auch bei den Nachbarn in Ludwigshafen Überlegungen gibt, kommunale Wohnungsbaugesellschaften einzubeziehen.

Einzelne Eigentumswohnungen zu verkaufen

Der Ludwigshafener OB Klaus Blettner (CDU) hat bereits am Montag Interesse daran bekundet, dass die städtische Immobiliengesellschaft GAG Wohnungen übernehmen könnte. Der Frankenthaler Stadtchef Nicolas Meyer räumt ein, dass aktuell offen ist, ob ein derartiges Szenario realistisch ist.

Die BASF-Tochter Bauen + Wohnen GmbH hatte in ihrer Pressekonferenz am Montag mitgeteilt, dass von den 4400 Wohnungen 3300 als Gesamtpaket inklusive Gebäude verkauft werden sollen sowie weitere 1100 einzelne Eigentumswohnungen zum Verkauf stehen. Den BASF-Angaben zufolge stehen in Frankenthal damit rund 100 Eigentumswohnungen einzeln zum Verkauf.

Hinweis

In einer früheren Rede wurde die Stadt Frankenthal mit der Angabe zitiert, es rücken 95 Wohnungen im Stadtgebiet von Frankenthal in den Fokus. Diese Angabe wurde von Seite der Stadtverwaltung korrigiert.

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