Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Axt-Angriff in Frankenthal: Tatverdächtiger kannte das Opfer

Diese Axt gehört zu einem anderen Kriminalfall. Wie die Axt aussieht, die ein 45-Jähriger gegen einen Mann aus Frankenthal einge
Diese Axt gehört zu einem anderen Kriminalfall. Wie die Axt aussieht, die ein 45-Jähriger gegen einen Mann aus Frankenthal eingesetzt haben soll, ist unklar.

Der Mann, der am Freitag einen Frankenthaler mit einer Axt schwer verletzt haben soll, ist polizeibekannt. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde noch nicht gefunden.

„Der Tatverdächtige ist bereits polizeilich in Erscheinung getreten.“ Das teilt die Staatsanwaltschaft Frankenthal auf RHEINPFALZ-Anfrage mit. Durch welche Delikte genau, sagt die Behörde nicht. Die Polizei hatte den 45-Jährigen am Freitag festgenommen, seit dem Wochenende sitzt er in einer Justizvollzugsanstalt. Er wird beschuldigt, am frühen Freitagmorgen einen 53-jährigen Frankenthaler mit einer Axt angegriffen zu haben, als dieser gerade zu Fuß in der Mörscher Straße unterwegs war.

Das Opfer erlitt dabei schwere Verletzungen, ist aber außer Lebensgefahr. Wo genau entlang der Mörscher Straße der Angriff geschah, ist einem Sprecher der Staatsanwaltschaft zufolge derzeit nicht bekannt. Auch zur Tatwaffe – der Angreifer soll eine Axt verwendet haben – gebe es bisher keine weiteren Erkenntnisse. Die Ermittler konnten sie bislang nicht finden und hatten um Hinweise aus der Bevölkerung gebeten.

Tatverdächtiger nicht aus Frankenthal

Aus welchem Grund der 45-Jährige, der zu einem späteren Zeitpunkt am Tag der Tat festgenommen wurde, in Verdacht geraten ist, will die Behörde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitteilen. Die beiden Männer kannten sich aber bereits vor der Tat, wie die Behörde bestätigt. Der mutmaßliche Täter hat seinen Wohnsitz allerdings nicht in Frankenthal. Wo die Polizei ihn festgenommen hat, will die Staatsanwaltschaft aufgrund laufender Ermittlungen ebenfalls nicht mitteilen. Beide Männer sind dem Sprecher der Behörde zufolge in Deutschland geboren, aber nicht im Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit.

Trotz dieser Gewalttat: Die Gewaltkriminalität im Zuständigkeitsbereich der Polizei Frankenthal ist rückläufig. Der im Frühjahr veröffentlichten Kriminalstatistik zufolge entwickelt sich die Anzahl von Gewalttaten wie etwa gefährliche Körperverletzung oder Totschlag in Frankenthal und Umgebung gegenläufig zum Bundestrend. 181 Fälle dieser Art registrierte die Polizei im vergangenen Jahr, 54 weniger als 2023 und gleichzeitig der niedrigste Wert seit fünf Jahren. In Frankenthal hatte ein Prozess im Januar zuletzt für Aufsehen gesorgt. Ein vorbestrafter 22-Jähriger war zu acht Jahren Haft wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Er hatte im Juni vergangenen Jahres im Metznerpark nach einem Streit mit einem Messer auf einen 43-Jährigen eingestochen.

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