Kommentar
Alles andere als rosig
Die Lage der Stadtklinik ist nach wie vor alles andere als rosig: Fürs kommende Jahr steht wieder ein Millionenminus ins Haus. Diese Entwicklung zu bremsen und in der Folge zu drehen, diese Hoffnung hat die Präsentation zum Wirtschaftsplan 2024 genährt. Der Turnaround soll demnach in naher Zukunft gelingen, die Balken überm Strich werden darin bis Ende des Jahrzehnts immer länger. Man würde es dem seit 2019 arg gebeutelten Krankenhaus wünschen, dass es exakt so kommt. Allerdings: Für diese Zukunftsprojektion noch nicht berücksichtig sind Folgen der vom Bund geplanten Reform der Finanzierung des stationären Sektors. Wo wird die Stadtklinik mit ihrem Leistungsangebot profitieren? Wo muss sie nachlegen? Das sind die entscheidenden Fragen. Das Beispiel der von der Kassenärztlichen Vereinigung angekündigten Schließung der Bereitschaftspraxis zeigt außerdem: Es wird immer wieder überraschende Einflüsse von außen geben. Die Gründe für die roten Zahlen sind also nur bis zu einem gewissen Grad hausgemacht.
