Frankenthal Abschied vom Mammutprojekt
Fast zwei Jahrzehnte waren Marianne und Franz-Josef Möller die treibende Kraft hinter der Frankenthaler Tafel, die Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt. Bei einer Feierstunde in den Räumen des Malteser Hilfsdienstes wurden die beiden 88-Jährigen am Donnerstag verabschiedet. Der Betrieb der Tafel wird zum neuen Jahr von den Maltesern übernommen.
„Die Frankenthaler Tafel war das Ehepaar Möller, und das Ehepaar Möller war die Frankenthaler Tafel“, sagte Beigeordneter Bernd Knöppel (CDU) als Vertreter der Stadt. Er dankte den beiden Frankenthalern für ihre langjährige Arbeit und hob den Vorbildcharakter ihres ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements hervor. Knöppel sagte zu, dass die Stadt Frankenthal die Tafel auch zukünftig im Rahmen des Möglichen unterstützen werde. Im Namen des Vorstands und aller Mitarbeiter der Tafel bedankte sich Rosemarie Schmidt bei Marianne und Franz-Josef Möller: „Ihr habt die Not gesehen und geholfen. Und ihr habt die Frankenthaler Tafel zu dem gemacht, was sie heute ist.“ Landtagsabgeordneter Christian Baldauf (CDU) würdigte das Engagement von Marianne und Franz-Josef Möller ebenso sowie Bundestagsabgeordneter Torbjörn Kartes (CDU). Frankenthals ehemaliger Oberbürgermeister Theo Wieder (CDU) unterstrich: „Die Tafel war ein Mammutprojekt in rein ehrenamtlicher Trägerschaft.“ Es sei der Verdienst des Ehepaars Möller, dass dieses Projekt gelungen sei. „Wir wissen, dass wir in sehr große Fußstapfen treten“, betonte der Stadtbeauftragte des Malteser Hilfsdienstes, Michael Baumann, zum Ende des Empfangs. Hauptinitiator der Feierstunde für Marianne und Franz-Josef Möller war deren jüngerer Sohn Peter. Seine Bitte: „Gehen Sie meine Eltern, die ihr Leben immer für andere gelebt haben, besuchen. Lassen Sie sie nicht allein.“