Frankenthal 1250 Jahre: Programm für Jubiläumswoche steht
Das damalige Fischerdorf Franconodal, das heutige Mittelzentrum Frankenthal, dazwischen 1250 Jahre – vom 20. bis 26. Juni unternimmt die Stadt den Versuch, ihre lange Historie seit der ersten urkundlichen Erwähnung im Lorscher Kodex aufleben zu lassen. Herausgekommen ist ein „sehr umfangreiches Programm, das in vergleichsweise kurzer Zeit auf die Beine gestellt worden ist“, sagte Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) bei dessen Vorstellung am Mittwoch.
Das Jubiläum sei nach dem Start ins Festjahr mit einer Matinee im Mai Plattform für unterschiedlichste Formate: Führungen, Vorträge, Ausstellungen, Stadtrallye. Hebich: „Es ist aber ganz einfach auch eine Gelegenheit, gemeinsam zu feiern.“ Wegen der Corona-Pandemie sei lange schwer absehbar gewesen, wie und in welchem Umfang das Jubiläum begangen werden könne, schilderte der OB den organisatorischen Hintergrund. Die Verantwortlichen hätten verschiedene Szenarien durchgespielt und seien schließlich zum Entschluss gekommen, die Veranstaltungen in der „Freiluftsaison“ zu planen. „Es geht ein großer Dank an alle Beteiligten für ihre Ideen und Kreativität“, sagte Hebich.
Rallye und Fotoaktion
Beispielhaft für das Konzept, mit Besuchern und Gästen eine Zeitreise durch 1250 Jahre Geschichte zu wagen, nannte der OB geplante Mitmachaktionen: Die Stadtrallye führt anhand spannender Fragen zu bekannten Orten in der Stadt. Per Smartphone kann sich die ganze Familie durch Frankenthal navigieren – es gibt je eine Version für Erwachsene und Kinder. Und für die ersten 100 Teilnehmer eine kleine Überraschung. Die zweite Idee: eine fotografische Spurensuche. Wo überall ist in Frankenthal der im Stadtwappen enthaltene Eckstein zu entdecken? Teilnehmer können bis 30. Juni Motive festhalten und dann per E-Mail an kultur@frankenthal.de schicken. Die schnellsten 50 Einsendungen werden belohnt.
Um den Überblick zu erleichtern, hat das für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt zuständige Team neben den gedruckten Programmheften zum Jubiläum auch eine eigene Internetseite – www.frankenthal.de/feiert – gestaltet. Dort ist neben allen geplanten Veranstaltungen und den dazugehörigen Infos auch ein digitaler Zeitstrahl zu finden, mit dem sich Nutzer entlang von Meilensteinen „durch die Geschichte klicken“ könne, erläuterte Pressesprecherin Xenia Schandin.
200 Akteure beteiligt
Insgesamt wirken an den Veranstaltungen unter der Federführung des Bereichs Kultur und Sport 200 Akteure mit: Beteiligt sind städtische Einrichtungen wie Musikschule, Erkenbert-Museum und Stadtbücherei, Vereine, Schulen, Kirchen und Kulturtreibende wie das Theater Alte Werkstatt. Anita Karolus nennt als Beispiele für die Programmvielfalt den Jubiläumsquizabend in der Bücherei, das Projekt des Albert-Einstein-Gymnasiums „Ariadne und Albert in Kontakt mit Frankenthal“ und den ökumenischen Gottesdienst zum Finale der Festwoche.
Die mit dem Jubiläum verbundene öffentliche Wirkung möchten auch die Frankenthaler Einzelhändler und Gastronomen nutzen und zeitgleich eine Kampagne starten, in deren Mittelpunkt Traditionsbetriebe und die Menschen dahinter stehen. Nach Angaben von Steven Müller, Leiter der Wirtschaftsförderung, erscheinen dann über einen längeren Zeitraum hinweg im Zwei-Wochen-Rhythmus Interviews und Porträts. Hinter Handel und Gastronomie lägen zwei schwierige Jahre. Deren Angebote wieder ins Bewusstsein zu holen, sei Ziel der Initiative, so Müller. Als Publikumsmagnet ist auch die Kunst- und Einkaufsnacht am Freitag, 24. Juni, ins Festprogramm integriert.
Noch Fragen?
Infos zum Jubiläumsprogramm im Internet unter www.frankenthal.de/feiert.