Fussball
Zwei neue Aufgaben für Uwe Kadel
Dass sie bei ihm in guten Händen sind, davon ist auszugehen. Besitzt Uwe Kadel doch große Erfahrung als Staffelleiter. Die erwarb er sich in den acht Jahren als Leiter der C- und B-Klasse und dann ab 2016 in gleicher Funktion in der Fußball-A-Klasse Kusel-Kaiserslautern. Zudem bewährte er sich auch als Staffelleiter beim Kreispokal. Kadel versteht sich also auf das Planen und Leiten von Spielrunden und Pokalwettbewerben.
Als Spielleiter von der A-Klasse in die Bezirksliga
Auch was die Ausschussarbeit anbelangt, ist er kein Neuling. Bekleidet er doch im Kreisausschuss das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Sein „Chef“ ist da Rainer Pfaff, der Vorsitzende des Fußballkreises Kusel-Kaiserslautern. Pfaff war es, der Kadel fragte, ob er nicht seinen Platz im Verbandsspielausschuss übernehmen könne, also in dem Gremium des SWFV, in dem jeder der zehn Fußballkreise vertreten ist. „Das kann ich mir schon vorstellen“, habe er darauf dem Vorsitzenden geantwortet, erzählt Kadel, der seine Zustimmung aber mit der Übernahme der Position des Staffelleiters in der Bezirksliga verband. Nachdem dies geklärt war, sagte er zu.
Somit wird er sich in der neuen Saison nicht mehr in der A-Klasse um die Spielplanerstellung, die Rundenbesprechungen und das Lesen der Spielberichte kümmern, sondern in der Bezirksliga Westpfalz. In seiner Rolle als Staffelleiter sieht der 55-Jährige sich „als Bindeglied zwischen den Vereinen und dem Verband“. Da der TuS Landstuhl keine Mannschaft gemeldet und sich damit aus der Bezirksliga verabschiedet hat, sind es 20 Teams, die in zwei Zehnergruppen in die Saison 2021/22 starten.
„Es kann sechs Absteiger geben“
Uwe Kadel rechnet mit einem spannenden Saisonverlauf und weist darauf hin, dass es am Ende möglicherweise „sechs Absteiger geben kann“. Aber das dürfte für die Bezirksligisten nicht allzu überraschend sein, kämpft man doch in dieser Liga seit jeher entweder um den Meistertitel oder gegen den Abstieg. Ein Dazwischen gibt es nicht.
Wie alle Fußballer hofft Uwe Kadel, dass diesmal die Runde durchgespielt werden kann und nicht wieder wie in den vergangenen beiden Spielzeiten das Coronavirus Regie führt und alles zunichtemacht. Auch wenn Kadel in Sachen Fußball schon eine Menge erlebt hat, so ist doch auch für ihn die durch die Pandemie entstandene Situation neu.
Seinen Vornamen verdankt er Uwe Seeler
Daran war noch nicht zu denken, als der gebürtige Reichenbacher den Fußball für sich entdeckte, der ihm quasi schon in die Wiege gelegt wurde. War doch sein Vater leidenschaftlicher Fußballer, der seinem Sohn den Vornamen des legendären deutschen Stürmers Uwe Seeler gab. Nomen est Omen. Der Fußball sollte ihn fortan nicht mehr loslassen. Natürlich spielte er für seinen Heimatverein, den VfB Reichenbach, als „Linksaußen“. Im besten Fußballalter erfolgte dann ein überraschender Positionswechsel: vom Platz an die Spitze des Vereins.
1994 wurde Uwe Kadel, da war er gerade mal 27 Jahre alt, zum Vorsitzenden des VfB gewählt. Ein Amt, das er auch heute noch innehat. In dieser langen Zeit machte der Verein durch sportliche Erfolge auf sich aufmerksam. So stieg der VfB zunächst von der A-Klasse in die Bezirksliga und dann in die Landesliga West auf. Welchen Stellenwert der Verein in Reichenbach besitzt, zeigt die Mitgliederzahl, die sich auf 600 beläuft. Nicht schlecht bei 1500 Einwohnern.
Großer Fan der deutschen Nationalmannschaft
Neben dem VfB Reichenbach hat Uwe Kadel noch eine zweite große Leidenschaft: Er ist Fan der deutschen Fußballnationalmannschaft. Viele ihrer Spiele hat er schon besucht, darunter auch das Endspiel der Europameisterschaft von 1996, als Deutschland in Wembley Tschechien durch Oliver Bierhoffs Golden Goal besiegte und den Titel gewann. Auch diesmal wäre Kadel beim EM-Finale im Londoner Wembley-Stadion unter den Zuschauern gewesen, wenn, ja wenn Deutschland den Einzug ins Endspiel geschafft hätte. Doch das hat ja nicht geklappt. Uwe Kadel muss also auf bessere Zeiten für die Nationalmannschaft und natürlich auch für den Amateurfußball hoffen.