Donnersbergkreis Zur Sache: Historie der BBS Donnersbergkreis

Vor 20 Jahren, im Jahr 1995, hat die damalige Direktorin der Berufsbildenden Schule (BBS) Donnersbergkreis, Gerda Gauer, die Einrichtung des Wirtschaftsgymnasiums (WG) initiiert. Es besteht nur aus den Jahrgangsstufen elf bis 13, wobei die vollen drei Jahre – und nicht wie an allgemeinbildenden Gymnasien in Rheinland-Pfalz nur zweieinhalb Jahre – durchlaufen werden. Es bietet die Möglichkeit, nach der Mittleren Reife ein vollwertiges Abitur zu machen. 1998 legten dort die ersten 24 jungen Leute erfolgreich ihre Prüfungen zur Allgemeinen Hochschulreife ab. Die Berufsbildende Schule Donnersbergkreis kann auf eine noch weit längere Geschichte zurückblicken. 1908 hatte der damalige Eisenberger Gemeinderat beschlossen, eine gewerbliche Fortbildungsschule für Lehrlinge und jugendliche Arbeiter in Handwerk und Industrie einzurichten. Vier Jahre später wurde sie eröffnet. Bereits 1919 wurde sie in Berufsfortbildungsschule umbenannt, weil man eine dreijährige Fortbildungsschulpflicht einführte und begann, die Lehrlinge gemäß ihres angestrebten Berufes getrennt zu unterrichten. 1937 wurden die Volksfortbildungsschulen in ländliche Berufsschulen überführt. Beim Wiederaufbau der Berufsschule nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Eisenberg zwei Hauswirtschaftsklassen und in Grünstadt alle anderen Abteilungen. In den Folgejahren wuchs die Schule in Eisenberg kontinuierlich: 1947 kam eine Gießereiklasse dazu, 1948 eine Chamotte- und eine Landwirtschaftsklasse. Schließlich saßen in jeder Klasse bis zu 80 Schüler. Bis 1962 waren sie in Sälen der Volksschule untergebracht, dann wurden Teile des Evangelischen Gemeindehauses angemietet. 1965 wurden die Berufsschulen Grünstadt und Kirchheimbolanden mit ihren Außenstellen, darunter Eisenberg, vereinigt im Zweckverband Verbandsberufsschule Frankenthal – Kirchheimbolanden. Der Neubau in der Martin-Luther-Straße wurde 1970 bezogen, ein Jahr später organisierte man das Berufsschulwesen um: Der Standort Eisenberg gehört seither zu Rockenhausen. 1976/77 sind die Bildungsgänge und Berufsfelder neu zugeordnet worden. Heute umfasst Eisenberg Berufsschulen für Verkäufer und diverse Kaufleute, das Berufsvorbereitungsjahr in den Bereichen Holz und Metall, die Berufsfachschule I in Hauswirtschaft, Metall, Pflege/Gesundheit und Wirtschaft/Verwaltung, die Berufsfachschule II, die Höhere Berufsfachschule Sozialassistenz, Fachschulen für Altenpflege, Heilerziehungspflege und Sozialpädagogik sowie das Berufliche Gymnasium. (abf)