Donnersbergkreis Zurück in der Szene

Im Hinspiel trennten sich der SV Lohnsfeld und der TuS Rüssingen II noch 4:4. Unser Bild zeigt den Lohnsfelder Fabian Schuck (li
Im Hinspiel trennten sich der SV Lohnsfeld und der TuS Rüssingen II noch 4:4. Unser Bild zeigt den Lohnsfelder Fabian Schuck (links) im Laufduell gegen Rüssingens Joshua Lai Hipp.

«Lohnsfeld.» Eigentlich wollte Markus Stolze eine Pause vom Fußball einlegen. Der 54-Jährige, einst Trainer beim FC Eiche Sippersfeld, hatte sich schon fast „aus der Szene zurückgezogen“. Doch dann kam ein Hilferuf – vom SV Lohnsfeld.

Für das Tabellenschlusslicht der B-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg Nord sieht es derzeit gar nicht rosig aus. Lediglich drei Siege und ein Remis haben sich die Lohnsfelder in 17 Partien erkämpft. Als der Verein in der Winterpause nun auf der Suche nach einem neuen Trainer war, fiel die Wahl auf Stolze. Der hatte eigentlich eine Pause vom Fußball einlegen wollen. Doch die Herausforderung im Nachbardorf – Stolze kommt aus Sembach – habe ihn dann doch gereizt. Seit Februar trainiert er den SVL. „Das sind ganz junge, unerfahrene Spieler. Sie sind lernfähig und engagiert. Das macht Spaß“, sagt Stolze. Die Trainingsbeteiligung liege trotz einiger krankheits- und verletzungsbedingter Ausfälle und kleinen Kaders bei zehn bis zwölf Mann. „Wer kann, der kommt auch“, sagt er. Morgen, 13.15 Uhr, wird Stolze beim TuS Rüssingen II (12.) sein Liga-Debüt als Lohnsfelder Coach geben – wenn denn der Platz mitspielt, wie Stolze zu bedenken gibt. Noch müsse er die B-Klasse-Konkurrenz kennenlernen, sagt er. Letztendlich sei der Gegner aktuell aber auch egal: „Jedes Spiel ist jetzt ein Endspiel. Wir haben nichts zu verlieren, müssen jedes Spiel mit vollem Risiko angehen.“ Die Devise sei klar: hopp oder top. Einen Hoffnungsschimmer gibt es zumindest. Neben Stolze hat der SVL noch einen weiteren Neuzugang bekommen: Stürmer Christian Hartmüller ist von Sippersfeld zu seinem Heimatverein Lohnsfeld gewechselt. „Da haben wir einen richtig guten Stürmer dazubekommen“, freut sich Stolze. Bei bislang nur 25 Toren eine dringend benötigte Verstärkung.

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