Donnersbergkreis Zu viele Fehlwürfe, zu wenig Siegeswillen

MFSG-Trainer Detlef Rakowksi vermisste am Wochenende bei seiner Damen-Mannschaft den Willen zum Siegen: „So kannst du natürlich
MFSG-Trainer Detlef Rakowksi vermisste am Wochenende bei seiner Damen-Mannschaft den Willen zum Siegen: »So kannst du natürlich kein Spiel gewinnen.«

«Göllheim.» Auch im letzten Hinrundenspiel reichte es nicht: Die Herren der MFSG Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim verloren gegen die TG Waldsee. 21:36 (10:16) hieß es beim Schlusspfiff. Auch die Damen gehen mit einer Niederlage in die Winterpause. Bei der TSG Mutterstadt verloren sie nach schwacher Leistung 16:21 (8:10) und verpassten den sechsten Sieg in Folge.

„Dies war eine verdiente Niederlage gegen eine sehr offensiv und beweglich deckende Mutterstädter Mannschaft“, analysierte MFSG-Coach Detlef Rakowski die ebenso überraschende wie klare Niederlage. Nach den letzten guten Auftritten blieben die „Wölfinnen“ in der Vorderpfalz einiges schuldig. „Ich bin sehr enttäuscht von meiner Mannschaft“, sagte Rakowski. Er bemängelte, dass sein Team kollektiv den Willen zum Siegen habe vermissen lassen. Die MFSG fand keine Einstellung zum Gegner, nahm die Zweikämpfe nicht an und leistete sich mehr als 20 technische Fehler. „So kannst du natürlich kein Spiel gewinnen“, haderte Rakowski, der darüber hinaus 27 Fehlwürfe seiner „Wölfinnen“ zählte. Die einzige Führung im gesamten Spiel erzielte Jördis Weil zum 1:0. Anschließend lief die MFSG einem Rückstand hinterher. 3:6, 6:10, 10:15 und 12:19 lauteten die Stationen auf dem Weg zur nicht eingeplanten Niederlage. „Bis auf unsere beiden Torhüterinnen hatte keine Spielerin heute Normalform“, meinte Rakowski. Selbst Sarah Müller, die für konstant gute Leistungen steht, hatte große Probleme mit der offensiven Abwehr und konnte nicht wie gewohnt für die entscheidenden Momente sorgen. „Wir sind nun froh, dass die Winterpause kommt“, bilanzierte Rakowski. Auch die Herren konnten gegen die TG Waldsee nicht gerade durch ein Offensivspektakel auf sich aufmerksam machen. Trainer Patrick Dermody war überhaupt nicht zufrieden mit dem, was ihm seine Mannen präsentierten: „Heute hatten wir kein Tempo im Spiel. Im Angriff waren wir ziemlich ideenlos und haben dadurch viel zu viele Tore durch Gegenstöße kassiert.“ Bereits nach 13 Minuten war das Spiel fast entschieden. 2:8 lagen die „Wölfe“ im Hintertreffen. Bis zur Pause zeigten sie aber Moral und konnten verhindern, dass der Rückstand weiter anwuchs. Nach dem Seitenwechsel gelang dies allerdings nicht mehr. „Wir haben es Waldsee ziemlich einfach gemacht. Wir waren schlecht im Abschluss und haben auch unsere freien Chancen nicht verwerten können“, haderte Dermody, der bei einer besseren Chancenauswertung die Möglichkeit auf einen engeren Spielverlauf gesehen hat. Wie aber schon so oft in dieser Saison zahlten die jungen „Wölfe“ Lehrgeld und standen nach 60 Minuten wieder mit leeren Händen da. Die zweiten Herren unterlagen in der A-Klasse der Reserve der TG Waldsee mit 23:28 (9:14). Auch die zweite Damenmannschaft war nicht erfolgreich. Gegen die SG Lambsheim/Frankenthal II verlor sie mit 16:30 (8:16). Die männliche A-Jugend um Trainer Johannes Finck fuhr in ihrem siebten Saisonspiel den siebten Sieg ein und sicherte sich somit die inoffizielle Herbstmeisterschaft. In Dahn gewannen sie 38:20 (19:9). So spielten sie Damen: Eisen, Steinbach; Stark 4/4, Weil 3, Koch 3, Ecker 2, Sarah Müller 2, Fattler 1, Herrmann 1, Rokita, Schafar, Setzer. Herren: Rokita, Spies; Kuhn 5, Kotzian 4, Drude 4, Boger 3, Christian Wiehler 3, Jan-Martin Wiehler 1, Keilhauer 1, Doll, Ebel, Junghanß, Reitz.

x