Sippersfeld
Zu eng, zu alt: VG Winnweiler investiert Millionen in neue Kita in Sippersfeld
Die Kindertagesstätte im Ortskern von Sippersfeld stößt seit Jahren an ihre Grenzen. Platzmangel, Denkmalschutz und ein nur kleines Außengelände erschweren den Betrieb im bisherigen Gebäude. Nun hat der Verbandsgemeinderat Winnweiler – die VG ist Träger der Kita – den Neubau einstimmig beschlossen und damit den Weg für das Millionenprojekt freigemacht. Mit diesem Votum ist das Vorhaben einen entscheidenden Schritt vorangekommen – von einer seit Jahren diskutierten Planung hin zur konkreten Umsetzung. Einen genauen Zeitplan gibt es allerdings noch nicht, da die Verwaltung zuerst die Baugenehmigung beantragen und die entsprechenden Förderanträge stellen muss.
Bürgermeister Rudolf Jacob verwies in der Ratssitzung auf die schwierigen Rahmenbedingungen am bisherigen Standort: Das alte Kita-Gebäude ist denkmalgeschützt, zweigeschossig und lässt laut Jacob nur wenig Spielraum für notwendige bauliche Anpassungen. „Wir kommen an die Grenzen, was die Unterbringung im Bestand angeht“, sagte Jacob. Zudem entspreche das Gebäude in vielerlei Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine moderne Kindertagesstätte, etwa mit Blick auf Raumgrößen, Funktionsräume und Ganztagsbetreuung. Hintergrund des Neubaus sind auch die Vorgaben des Kita-Zukunftsgesetzes des Landes. Dieses schreibt unter anderem größere Gruppenräume, und zusätzliche Funktions- und Schlafräume vor. Anforderungen, die im bisherigen Gebäude nur eingeschränkt umzusetzen sind.
Anbindung über die K43
Entstehen soll die neue Einrichtung am Ortsrand, direkt neben der bereits sanierten Grundschule. Gebaut wird im Bereich der bisherigen Wendeschleife vor dem Schulgebäude. Die Anbindung für Eltern, Personal sowie Schul- und Kita-Busse soll über die K43 erfolgen – so sollen künftig kurze Wege und Synergien entstehen. „Mit beiden Einrichtungen entsteht in Sippersfeld dann ein pädagogisches Zentrum“, so der Bürgermeister.
Die Kosten für den Neubau beziffert die Verwaltung auf knapp unter sechs Millionen Euro brutto, netto liegen sie bei knapp unter fünf Millionen Euro. Was mit dem bisherigen Kita-Gebäude geschieht, ist noch offen. Das denkmalgeschützte Haus gehört der Verbandsgemeinde. Sollte es verkauft werden, würde ein möglicher Erlös nach Angaben der Verwaltung wieder der Kindertagesstätte zugutekommen.