Donnersbergkreis Zellertal verschenkt großen Vorsprung

Zellertal. Welch Enttäuschung, welch Ärger! 7:2 führte die TSG Zellertal im Kellerduell der Bezirksliga Vorderpfalz Nord beim TV Maudach. Die zwei Punkte zappelten – fast felsenfest – im Sack, es wären die ersten der Saison gewesen. Glück im Unglück: Das luxuriöse Polster weichte Schritt für Schritt auf, Zellertal versemmelte den Vorsprung – und musste durchatmen, noch ein 8:8 im Finale gerettet zu haben. „Big Point“ verschenkt. Genau der könnte der TSG in der Abrechnung bitter aufstoßen.
Dumm gelaufen, dachte sich Matthias Ermel und schürzte genervt die Lippen. „Normal dürfen wir hier nie mit einem Unentschieden gehen. Am Ende müssen wir froh sein, dass wir noch 8:8 gespielt haben“, bekannte der Zellertaler Top-Spieler. An ihm lag es nicht: Mit Harald Zinser holte er im Doppel zuerst die 1:0-Führung. Gegen Maudachs Spitzenkräfte René Nickel (3:1) und Rico Brand (3:0) legte er dann, nach Verletzung fulminant in Schuss, nach. Seine TSG lief dem TV Maudach mit 7:2 davon. Sie deklassierte die Ludwigshafener, die Sieg-Premiere war nur noch eine Frage der Zeit – bis Zellertal plötzlich einbrach. Runde zwei: katastrophal. Fünf Einzel in Serie gingen flöten, darunter auch zwei Fünfsatz-Partien. „Wir haben dann schlechter gestanden und auch schlechter gespielt“, gab Ermel zu. Glücklich, dass Doppel eins Stefan Müller/Walter Fromkorth den GAU abwendete. 8:8, der erste Zähler. WenigstensPunkte für die TSG Zellertal: Zinser/Ermel, Fischer/Peter, Müller, Ermel (2), Fischer, Fromkorth, Müller/Fromkorth.Bezirksliga Westpfalz NordTTC Bann – TTC Winnweiler 3:9. Lars Haag. Ein Name, der dem TTC Winnweiler zukünftig gehörig Respekt einflößen wird. 10:1-Siege hatten Carsten Wiegand und Christian Müller, das beste erste Paarkreuz der Liga, auf ihrem Konto, als sie beim TTC Bann, einziges punktloses Team, einmarschierten. Dann trat Haag auf – und putzte beide weg. Überraschend. „Er hat überragend gespielt. Der ist richtig besser geworden“, war selbst Winnweilers Gunter Franck von Haags Stärke entzückt. Noch dazu: An der Seite von Frank Willems brachte er dem TTC auch die erste Doppelniederlage der laufenden Runde bei. 3:1 gewannen sie gegen Müller/Franck. „Es war ein sehr gutes Spiel. Auf den ersten drei Positionen ist Bann gut besetzt, nicht wie ein Tabellenletzter. Die können ein paar Punkte machen“, glaubt der TTC-Spielführer. Kurioses nebenbei: Nach der Liga-Partie schoben beide Klubs am späten Abend noch den Pokalfight hinterher. Auch hier siegte der Bezirksliga-Primus. 4:2.Punkte für den TTC Winnweiler: Haag/Böttger, Pfannenstein/Wiegand, Wiegand, Haag, Böttger (2), Pfannenstein, Franck, Müller.TSG Kaiserslautern III – ASV Höringen 9:3. „Wir waren chancenlos“, musste ASV-Kapitän Wolfgang Frohs kurz und bündig einräumen. „Überhaupt nichts hatten wir drin. Das muss man so sagen. Lautern hat eine starke Mannschaft.“ Im heimischen Buchenloch war die Dritte des Oberligisten mindestens eine Nummer zu groß für den Aufsteiger. Der 3:1-Doppelsieg von Martin Seib und Frohs über Horelik/Fisterer sorgte für einen 1:1-Auftakt. Danach floss es dahin. Viermal setzte es ein 0:3, weitere vier Male ein 1:3. Nur 13 Sätze holten die Höringer insgesamt, die TSG Kaiserslautern III dagegen 31. Ein Beleg dafür, dass der ASV Höringen zu keiner Zeit an einem Remis kratzte. Fabian Rubel und Florian Haag betrieben Schadensbegrenzung – da stand es schon 7:1. „Flo hat ein sehr starkes Spiel gemacht“, bekannte Frohs. Mit 3:1 schoss Höringens Lockenkopf Defensivspezialist Helmut Fisterer ab. Das gelang vor ihm bisher nur Günther Rutz von den TTF Rockenhausen. Haag beendete Fisterers Siegeszug nach sechs erfolgreichen Einzeln. Ein Lichtblick.Punkte für den ASV Höringen: Frohs/Seib, Rubel, Haag. (ppp)