Donnersbergkreis Zahlen und Fakten zu Ärzten im Donnersbergkreis

Laut Kreisdaten der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) gibt es im Donnersbergkreis (Stand Dezember 2021) 36,75 Hausarztstellen und 44 Fachärzte sowie elf Psychotherapeuten. Mittlerweile ist die Anzahl der Hausärzte allerdings auf 33,75 gesunken.
Von den Hausärzten im Kreis sind 19 Prozent über 65 Jahre alt, fünf Prozent davon schon über siebzig, das entspricht 1,8 Stellen. Im Gegenzug sind nur fünf Prozent der Hausärzte im Kreis zwischen 30 und 39 Jahre alt. Ganze 36 Prozent der Hausärzte sind zwischen 60 und 64 Jahre alt.
Facharzt-Situation besser
Etwas besser sieht die Situation bei den Fachärzten aus. Hier ist zwar ebenfalls der Löwenanteil von 26 Prozent zwischen 60 und 64 Jahre alt, immerhin 19 Prozent sind aber auch erst zwischen 40 und 44 und 13 Prozent zwischen 45 und 50. Doch auch fünf Prozent der Fachärzte sind über 70-jährig noch im Dienst. Bei den Psychotherapeuten sind immerhin elf Prozent erst zwischen 30 und 39 und 16 Prozent zwischen 40 und 44.
Der Nachbesetzungsbedarf (eine geschätzte Zahl, die von verschiedenen Unbekannten ausgeht) sieht vor, dass bis zum Jahr 2026 die Stellen von 26 Hausärzten im Kreis nachbesetzt werden müssen, ebenso die von 28 Fachärzten und acht Psychotherapeuten.
Weitere Wege
Die Entfernung zur nächsten Praxis ist gerade im ländlichen Raum ein wichtiger Punkt. In der Region beträgt die durchschnittliche Entfernung zur nächstgelegenen Hausarzt-Praxis 2,2 Kilometer, der Landesschnitt in Rheinland-Pfalz liegt aktuell bei 1,6 Kilometer.
Im Donnersbergkreis haben 32.498 Einwohner einen Weg von unter einem Kilometer, können also im Grunde zu Fuß zum Hausarzt gehen. 13.361 haben es mit einer Entfernung von 2,5 Kilometern ein wenig weiter, können ihren Arzt aber immer noch mit dem Scooter oder per Fahrrad erreichen. 21.523 Menschen müssen nach KV-Daten zwischen 2,5 und fünf Kilometer Wegstrecke auf sich nehmen, um ihren Hausarzt zu sehen. Für 6290 Kreisbewohner sind es sogar zwischen fünf und sieben Kilometer Entfernung bis zum Arzt.
Laut Kassenärztlicher Vereinigung kam es durch angekündigte Zulassungssperren Anfang der Neunzigerjahre zu einem kurzfristigen Niederlassungsboom bei den damals über 40-jährigen Medizinern. Diese Ärzte gehen nun sukzessive in den Ruhestand. Das mache den Einsatz verschiedener Anreizinstrumente zur Sicherstellung einer ärztlichen Versorgung insbesondere in ländlichen Regionen nötig.
