Donnersbergkreis „Worum uns Nachbargemeinden beneiden“
Die neue Blockhütte der Naturgruppe der Kindertagesstätte „Die kleinen Strolche“ in Morschheim ist nun auch offiziell in Betrieb genommen worden. Am Samstag wurde sie feierlich eingeweiht, nachdem der erste Termin Mitte März wegen des schlechten Wetters abgesagt werden musste. Bei Kaffee und Kuchen hatten die Familien und andere Interessierte die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen, sich zu informieren und miteinander das herrliche Frühlingswetter zu genießen.
Leise plätschert die Selz in ihrem Bett. Die Äste einer großen, alten Weide wiegen sich im Wind. Das Gras ist saftig, die weißen und rosa blühenden Bäume verbreiten süßen Duft, Kinderlachen liegt in der Luft: In dieses idyllische Ambiente fügt sich das neue Blockhaus an der Spiel- und Raststation am Wasserhaus perfekt ein. Schon vor 14 Uhr sind viele Familien auf dem Gelände, die Kinder toben am Piratenschiff oder spielen mit der Wasserpumpe. Die Erwachsenen plaudern miteinander. Als sich die ersten Kinder und Erzieher vor einem Behang aus grünen Decken versammeln, wird es ruhiger, alle schauen gespannt auf die Theaterfläche. „Eigentlich ist es ein Singspiel, das wir schon öfter mit den Kindern gesungen haben“, erklärt Erzieherin Nina Steuerwald im Vorfeld der RHEINPFALZ: „Heute stellen wir auch die Handlung dar!“ Die Begrüßung der Besucher übernimmt Gruppenleiterin Birgit Stürmer. Sie bedankt sich bei allen fleißigen und ehrenamtlichen Helfern, die den Aufbau der Blockhütte erst möglich gemacht haben. „Seit einem Jahr gibt es die Naturgruppe. Wir haben jetzt einmal alle vier Jahreszeiten und die Veränderung der Tierwelt miterlebt. Seit Dezember gibt es nun diese tolle Blockhütte“, schildert sie und ergänzt: „Fotos sind manchmal aussagekräftiger als Worte“, und verweist damit auf ein Fotoalbum, in dem die verschiedenen Bauschritte festgehalten sind. Dann legen sie los, die „Naturstrolche“ – so nennt sich die Naturgruppe des Kindergartens, die fast ausschließlich draußen im Freien unterwegs ist. Die Kinder entführen die Zuschauer in einen Räuberwald. „Hahaha, hohoho, so geht’s bei Räubern zu“, singen alle laut, bevor eine Gruppe von kleinen Räubern einen Edelmann und seine Frau überfallen und ihnen die Börse abnehmen. Doch zum Glück sind zwei Polizisten nicht weit, die die Schurken augenblicklich gefangen nehmen können. Der Wald ist nun von allen Räubern befreit, und darüber freuen sich vier Tiere: Die Bremer Stadtmusikanten lassen sich im Versteck der Diebe nieder. Die Eltern und Großeltern sind begeistert und applaudieren den Akteuren laut. „Das hast du ganz toll gemacht!“, werden viele Kinder beglückwünscht. Nach dem kleinen Singspiel ergreift Joachim Fister, der Ortsbürgermeister von Morschheim, das Wort: „Wir haben hier etwas geschaffen, um das uns viele Nachbargemeinden beneiden!“ Auch er lässt sich die Gelegenheit nicht nehmen, die fantastische Arbeit der ehrenamtlichen Helfer hervorzuheben und sich erneut zu bedanken. Nach der Vorführung können alle bei Kaffee, Tee und Kuchen entspannen. Außerdem haben die „Naturstrolche“ ein Tagebuch geführt und ihre Aktivitäten des letzten Jahres gesammelt und in einem dicken Buch festgehalten. So hat jeder die Möglichkeit, sich die Erlebnisse anzuschauen oder in den tollen Erinnerungen zu schwelgen.