Donnersbergkreis Wohnraum für Flüchtlinge: Meldungen laufen über Verbandsgemeinden

Die ehemalige Jugendherberge in Steinbach dient als erste Anlaufstelle für die Flüchtlinge im Kreis.
Die ehemalige Jugendherberge in Steinbach dient als erste Anlaufstelle für die Flüchtlinge im Kreis.

Die ersten Ukraine-Flüchtlinge im Donnersbergkreis haben bereits Wohnungen bezogen. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, melden sich aber nach wie vor Privatleute, die Wohnraum anbieten möchten. Hier erklären wir, was zu tun ist.

„Aktuell ist noch nicht absehbar, wie viele Menschen aus der Ukraine im Donnersbergkreis ankommen werden“, sagte Landrat Rainer Guth am Dienstag. Erste Rückmeldungen zeigten, dass diese möglichst in der Nähe ihrer Heimat bleiben und sobald wie möglich in diese zurückkehren wollten. „Das ändert nichts daran, dass wir uns auch für den Fall vorbereiten müssen, dass viele Menschen zu uns kommen“, so Guth. Letztlich wisse niemand, wie sich der Krieg weiterentwickeln werde. „Wir wollen den Menschen hier eine möglichst angenehme Zeit bieten, mit einer vernünftigen Unterkunft, der Möglichkeit zur Ruhe zu kommen und unserer Donnersberger Gastfreundschaft. Die überwältigende Hilfsbereitschaft unserer Bürgerinnen und Bürger zeigt mir, dass wir das gemeinsam schaffen können. Allen gilt mein herzlicher Dank hierfür“, so der Landrat.

Steinbach nur erste Anlaufstelle

Wie der Kreis mitteilt, läuft das Melden von freien Wohnungen über die Verbandsgemeinden. Alle Bürger, die privat Flüchtlinge in den Kreis bringen, werden gebeten, sich zunächst – und mit Vorlaufzeit – an ihre Verbandsgemeinde zu wenden. Gleiches gilt für diejenigen, die Wohnraum zur Verfügung stellen möchten.

In der ehemaligen Jugendherberge Steinbach haben die Ortsgemeinde Steinbach, der DRK-Kreisverband und die VG Winnweiler mit Unterstützung des Kreises eine erste Anlaufstelle für Flüchtlinge geschaffen, die nicht direkt in Wohnungen untergebracht werden können. Ziel ist, diese Menschen so schnell wie möglich auf Wohnungen im Kreis zu verteilen. Aktuell können 60 Personen in dem Gebäude untergebracht werden.

Rotes Kreuz unterhält Suchdienst

Der DRK-Kreisverband ist zudem an den DRK-Suchdienst angebunden. Dieser hilft, Angehörige zu suchen, sie miteinander in Kontakt zu bringen und Familien zu vereinen. Bei den Verbandsgemeindeverwaltungen gibt es entsprechende Suchkarten, die von den ukrainischen Flüchtlingen ausgefüllt werden können. Der DRK-Kreisverband hat außerdem bei der Sparkasse Donnersberg ein Spendenkonto zur Unterstützung der Flüchtlingsarbeit vor Ort eingerichtet: BIC: MALADE51ROK, IBAN: DE56 5405 1990 0030 0111 00, Stichwort: Ukraine.

Weitere Informationen

Anlaufstellen in den Verbandsgemeinden

  • VG Eisenberg: Kirsten Bläse, 06351 407-402, E-Mail:

    k.blaese@vg-eisenberg.de

  • VG Göllheim: Katrin Mauermann, 06351 4909-31,

    E-Mail: mauermann@vg-goellheim.de

  • VG Kirchheimbolanden: Thomas Hirsekorn, E-Mail

    sozialamt@kirchheimbolanden.de

  • VG Nordpfälzer Land: Jochen Feikert, 06361 451-511, Torsten Schlemmer, 06361 451-512, E-Mail: ukraine-hilfe@vg-nl.de. Es wird gebeten, Kontakt in erster Linie per E-Mail aufzunehmen.
  • VG Winnweiler: Thomas Jung, 06302 602-15, E-Mail

    jungt@winnweiler-vg.de

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